Mentona Moser: Aristokratin, Philanthropin, Kommunistin

Die Welt verbessern – diese Vision treibt die Schweizer Sozialistin Mentona Moser (1874-1971) an. Und sie bleibt ihr ein Leben lang treu. Eveline Hasler widmet der Sozialistin und Pionierin für die soziale Arbeit ihren neuen Roman «Tochter des Geldes».

Eveline Hasler blickt in die Kamera
Bildlegende: Eveline Hasler erzählt das Leben von Mentona Moser (BILD: AYSE YAVAS)

Mentona Moser stammt aus gutem Haus. Unter dem Eindruck der Not des Industrieproletariats mutiert sie jedoch bereits früh zur Sozialistin und wird zur Wegbereiterin der Sozialarbeit in der Schweiz.

Moser wird zur Mitbegründerin der kommunistischen Partei der Schweiz. Nach der Oktoberrevolution 1917 stiftet sie in Sowjetrussland ein Kinderheim.

Später lebt sie in Berlin, muss vor den Nazis fliehen und übersiedelt 1950 in die DDR, wo sie mit 96 Jahren in einem Altersheim stirbt.

Eveline Haslers über weite Strecken anschaulich erzählte Romanbiographie ruft die zu Unrecht vergessene Frauenfigur in Erinnerung.

Buchhinweis: Eveline Hasler. Tochter des Geldes. Mentona Moser – die reichste Revolutionärin Europas. Roman eines Lebens. Nagel & Kimche 2019.

Eine Wiederholung der BuchZeichen-Sendung vom 19.03.2019.

Autor/in: Felix Münger