Niederländische Bestseller für deutschsprachige Leseratten

Gast an der Frankfurter Buchmesse 2016 ist die Niederlande und Flandern, der niederländisch sprechende Teil von Belgien. SRF Literatur-Redaktorin Susanne Sturzenegger stellt drei aktuelle Romane aus diesem Sprachraum vor. SRF Korrespondentin Elsbeth Gugger begibt sich auf die Suche nach einem mysteriösen Bestseller-Autor in Amsterdam und besucht den neuen Star der Immigrantenliteratur.

Beiträge

  • Hendrik Groen. 83 ¼ Jahre (Coverausschnitt)

    Eierlikörtage. Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen. 83 ¼ Jahre

    Hendrik Groen lebt im Altersheim. Er ist alt, aber noch lange nicht tot. Zusammen mit Gleichgesinnten unternimmt er allerhand verrückte Dinge. Seine Erlebnisse schreibt er in ein Tagebuch.

    Hier wird er auch seinen Ärger los über die unfähige Heimleitung, er lässt sich aus über nörgelnde Alte, klagt über Gebresten und erzählt von seiner neuen Liebe. Hendrik Groen ist das Pseudonym eines holländischen Schriftstellers, seine Identität bleibt geheim.

    Buchhinweis: Hendrik Groen. Eierlikörtage. Piper, 2016. Hörbuch gelesen von Felix Manteuffel. Hörbuch Hamburg, 2016

    Elsbeth Gugger und Susanne Sturzenegger

  • Griet Op de Beeck (Kroem Broos)

    Griet Op de Beeck: Komm her, und lass dich küssen

    Monas Kindheit mit einem abwesenden Vater und einer überforderten Stiefmutter ist schwierig. Das Mädchen übernimmt zu viel Verantwortung und flickt zusammen, was Erwachsene ruinieren. Auch im späteren Leben glaubt Mona, sie allein sei schuld, wenn etwas schief läuft.

    Sie ist ständig auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, nach Sicherheit und Beständigkeit. Die flämische Autorin Griet op de Beeck zeichnet in ihrem erfolgreichen Roman mit viel Einfühlungsvermögen das Psychogramm einer Familie.

    Buchhinweis: Griet op de Beeck. Komm her, und lass dich küssen. btb, 2016.

    Susanne Sturzenegger und Elsbeth Gugger

  • Mano Bouzamour (Bild: Mart Boudestein)

    Mano Bouzamour: Samir, genannt Sam

    Der Entwicklungsroman erzählt die Geschichte eines jungen Bruderpaars in einem Einwandererviertel Amsterdams. Es geht um Ausgrenzung und Integration, um Rache und Vorurteile. Bouzamours Sprache ist direkt und unflätig, sein Erzählstil witzig und rasant, teilweise auch naiv und überheblich.

    «Samir, genannt Sam» ist stark autobiografisch geprägt und eines der erfolgreichsten niederländischen Romandebüts der letzten Jahre. Der inzwischen 24-jährige Autor, dessen Eltern nicht schreiben und lesen können, hat es geschafft.

    Buchhinweis: Mano Bouzamour. Samir, genannt Sam. Residenz, 2016.

    Elsbeth Gugger und Susanne Sturzenegger

Redaktion: Susanne Sturzenegger