On- und Offline-Welten

Zwei ganz unterschiedliche Schweizer Romane befassen sich mit On- und Offline-Versuchungen. Urs Augstburger erzählt in «Kleine Fluchten» wie die Mitglieder einer Familie in virtuelle Welten abdriften und Dinge tun, die sie sich im wirklichen Leben kaum getrauen würden. Im Chat-Roman von Gregor Klaus und seiner Tochter Mirjam erfahren wir, wie Schüler und Schülerinnen im virtuellen Chatraum keine Grenzen mehr kennen und sich gegenseitig fertig machen.

Beiträge

  • Kleine Fluchten (Coverausschnitt)

    Urs Augstburger: Kleine Fluchten

    Augstburgers Hauptfiguren - Vater, Mutter, Tochter und Sohn - flüchten in ihre eigene Welt im Internet. Mit süchtig machenden Games, riskanten Chats, erotischen E-Mails und künstlichen 3-D Welten holen sie sich Kicks, die ihr wirkliches Leben ziemlich auf den Kopf stellen

    Buchhinweis: Urs Augstburger. Kleine Fluchten. Klett-Cotta, 2015.

    Susanne Sturzenegger

  • Klaus und Klaus (Foto: Mirjam Klaus)

    Klaus / Klaus: Der Chat

    Im Klassenchat der 16-Jährigen geht es meist um Banalitäten. Man schickt sich die Lösungen der Aufgaben, es wird gehänselt und geflirtet. Doch der Ton ist grob und die gegenseitigen Beleidigungen der Jugendlichen überschreiten jede Grenze.

    Gregor Klaus und seine Tochter, die Gymnasiastin Mirjam geben mit diesem Roman einen Einblick in die Abgründe von Chatrooms und zeigen was Jugendliche mit ihren Smartphones so alles anstellen.

    Buchhinweis: Klaus / Klaus: Der Chat. Cosmos Verlag, 2015.

    Susanne Sturzenegger