Otto Frei: Der Poet vom Untersee

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    Otto Frei: Der Poet vom Untersee

    Poetische Naturschilderungen, satirisch überzeichnete Charakterköpfe und ein sich radikalisierender Vater-Sohn-Konflikt sind Markenzeichen des literarischen Werks des 1990 verstorbenen Schriftstellers Otto Frei aus Steckborn im Kanton Thurgau.

    Nun sind im Sammelband «Bis sich Nacht in die Augen senkt» fünf der grossartigen Bücher dieses weitgehend vergessenen Autors neu herausgekommen. Eine Trouvaille.

    Buchhinweis:Otto Frei. Bis sich Nacht in die Augen senkt. Verlag Huber Frauenfeld, 2013.

  • Coverausschnitt

    Alltag am See

    Gemeinsam an den fünf Romanen des Sammelbandes ist, dass sie allesamt zumindest teilweise am Untersee spielen, der Heimat Otto Freis. Der Autor entwirft dabei ein teilweise reales, teilweise fiktionales Zeitgemälde der bäuerlichen Lebenswelt in den dreissiger und vierziger Jahren.

  • 2. WK

    Nazis und Krieg

    An manchen Stellen der fünf «Steckborner Romane» des Sammelbands schildert der 1924 geborene Otto Frei den Aufstieg der Nationalsozialisten. Er berichtet mit dem Blick des jungen Menschen, der er damals war, die Ambivalenz zwischen Gefährdung und Verschonung.

  • Steckborn

    Ortstermin in Steckborn

    Als junger Mann hat Otto Frei seine Heimat am Untersee verlassen. Zeit seines Lebens blieb er jedoch mit der Region verbunden. Ruth Frei, die Witwe des Autors, erklärt auf einem Spaziergang durch Steckborn, was die Gegend für ihren verstorbenen Ehemann bedeutet hat.

  • Symbolbild

    Die Beziehung zum Vater

    In allen fünf Romanen des neuen Sammelbands spielt die Beziehung des Sohnes zum Vater eine entscheidende Rolle. Im ersten Roman «Jugend am Ufer» ist der Vater eine fürsorgliche und liebevolle Figur. Allmählich bricht der Konflikt auf.

    Im letzten Roman «Der Rebell» erschlägt der Sohn seinen Vater in einem mythischen Traum mit einer Schaufel.

    Felix Münger