Von Wünschen und Ängsten

Ein älteres Paar gewinnt vier Tage im Luxushotel. Wie sie sich freut und er nur wieder heim möchte, schildert Arno Camenisch in «Die Kur». «Und was wird aus der Budigg?» fragt der Vater, weil der Bub den Familienbetrieb nicht übernehmen will. Stef Stauffer erzählt in «Bis das Ross im Himmel ist» von der Kindheit und Jugend ihres Vaters.

Beiträge

  • Arno Camenisch lebt und schreibt in Biel (Bild: Janosch Abel)

    Arno Camenisch: Die Kur

    Er hätte an der Tombola lieber den Früchtekorb gewonnen. Sie freut sich auf die vier Tage im 5-Stern-Hotel. Arno Camenisch begleitet in seinem neuen Buch «Die Kur» ein pensioniertes Ehepaar an einen für sie ungewohnten Ort.

    Nach 31 Ehejahren kennen sie sich in- und auswendig. Wenn sie miteinander reden, reden sie vor allem aneinander vorbei. Während sie von einer grossen Reise träumt, schneidet er Todesanzeigen aus. Camenischs Buch ist komisch und gleichzeitig melancholisch. Es geht um Sehnsüchte, Ängste und den Tod. Oder die Frage: Was will man noch vom Leben?

    Buchhinweis: Arno Camenisch. Die Kur. Engeler, 2015.

    Susanne Sturzenegger

  • Die Bernerin erzählt von der Kindheit und Jugend ihres Grossvaters (Bild: Hans Kobi)

    Stef Stauffer: Bis das Ross im Himmel ist

    Der Vater möchte kein «Chlöni» sein, aber Veränderungen machen ihm Mühe. Und dann will der Bub den väterlichen Sattlerei-Betrieb nicht wie vorgesehen übernehmen. Etwas Kreatives möchte er lieber lernen. Und wie immer ist es das Mueti, das die Sache wieder einrenkt.

    Stef Stauffer erzählt vom Grossvater und der Kindheit ihres Vaters in einer dörflichen Schweiz der 1940er und 50er Jahre. Von einer Zeit, in der die Fuhrwerke von Autos verdrängt werden und Handwerker-Betriebe um Aufträge bangen müssen.

    Buchhinweis: Stef Stauffer. Bis das Ross im Himmel ist. Lokwort, 2014.

    Susanne Sturzenegger