Alleinerziehende Väter - ihr Kampf um Anerkennung

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Argwöhnische Blicke. Erstaunen. Misstrauen. Trauen wir Männern die alleinige Kindererziehung zu? Brauchen Kinder in erster Linie eine weibliche Bezugsperson, um gesund und «richtig» aufzuwachsen? Drei alleinerziehende Väter erzählen aus ihrem Alltag.

Das Umfeld reagiert mit Skepsis, wenn sich Väter alleine um ihre Kinder kümmern. Ein Austausch mit anderen Vätern findet selten statt. Die Männer sind sich nicht gewohnt oder getrauen sich nicht, Hilfe bei Gleichgesinnten zu holen oder haben Mühe, über ihre Überforderung zu reden.

Sie geben alles, damit es den Kindern gut geht und an nichts fehlt. Dabei vergessen die Väter oft ihre eigenen Bedürfnisse. Die Gefahr besteht, dass sie an ihre Grenzen stossen und psychisch erkranken. Obwohl sie sich 100 Prozent um die Kinder kümmern, kann es sein, dass sie zusätzlich noch finanziell bestraft werden, und fast die Hälfte ihres Einkommens an die allein lebende Mutter bezahlen müssen.

Der Dokumentarfilm von Ursula Brunner begleitet Armin, welcher seine beiden Buben betreut und genau in diese Situation geraten ist. Wir erleben die Erleichterung von Alf am 18. Geburtstag seiner Tochter Lily. Endlich ist sie volljährig, und er niemandem mehr Rechenschaft ablegen muss. Hans-Peter erzählt, wie er vor 30 Jahren seinen Sohn alleine aufzog. Seine Karriere musste der junge Bauingenieur begraben und aus seinem Umfeld spürte er grosses Misstrauen.