Appassionata - mit Worten kann man lügen, mit Tönen nicht

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Die Pianistin Alena Cherny hat einen Traum: sie möchte der Musikschule ihres ukrainischen Heimatdorfes einen Flügel schenken – aus Dankbarkeit, dass sie dort als Kind ihre ersten Töne spielen durfte. Die Reise des Flügels wird zur berührenden Spurensuche an den Orten ihrer Kindheit und Jugend.

Ein Flügel schwebt langsam aus einem Dachstock im Zürcher Oberland und geht auf eine weiter Reise. Mit ihm die Konzertpianistin Alena Cherny. Das Instrument ist ein Geschenk an die Musikschule ihres ukrainischen Heimatdorfes. Als Dankeschön, dass sie dort als kleines Kind ihre ersten Töne spielen durfte. Die Reise wird zu einer berührenden Spurensuche in die Vergangenheit. Sie besucht die Orte ihrer Kindheit: Die ersten Jahre in einem kleinen ukrainischen Dorf, danach das Internat in Kiew, in dem sie sich bereits mit 9 Jahren, fern der Eltern, behaupten musste, anschliessend das Konservatorium. 1986 das Trauma von Tschernobyl.

Leidenschaft für die Musik

Wenn Alena Cherny spricht, aber auch wenn sie spielt, ist alles da was sie geprägt hat: Trauer, Wut, aber auch Enthusiasmus und Liebe. Christian Labhart ist das Portrait einer starken Frau und ihrer Leidenschaft für die Musik und gleichzeitig die Geschichte einer Emigration geglückt. Die zahlreichen Klassiker der Klaviermusik verweben sich mit Alenas persönlichem Schicksal zu einem berührenden Dokumentarfilm.

"Ich muss den Leuten etwas geben, das sie nach dem Konzert mit nach Hause nehmen, das sie nie vergessen. Wenn ich beim Spielen nichts erlebe, glaubt mir kein Mensch, dann macht es keinen Sinn, überhaupt auf die Bühne zu gehen. Ich spiele so, wie ich lebe und ich lebe so wie ich spiele und ich hoffe, ich verrate mich nicht." Alena Cherny