Brandnacht

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Weil ein alter Kamerad des Mordes verdächtigt wird, kehrt Peter Keller (Bruno Ganz) aus Berlin in die alte Heimat zurück. Das Emmental ist zwar nicht mehr, was es zu Gotthelfs Zeiten war, doch die Idylle ist trügerisch. Keller merkt rasch, dass er da in einem stinkenden Miststock rührt.

Bruno Ganz in einem flotten Dreier mit Barbara Auer und Suzanne von Borsody - wer würde da auf einen Schweizer Film tippen? Doch dazu kommt es im Emmentaler Krimi «Brandnacht», den Markus Fischer mit grosser Besetzung nach einem Roman von Sam Jaun inszeniert hat. Das Schweizer Fernsehen wiederholt die ungewöhnliche Krimiadaption im Rahmen einer kleinen Filmreihe zum 75. Geburtstag von Hauptdarsteller Bruno Ganz (geboren am 22. März 1941).

Der aus dem Emmental stammende Kunstmaler Peter Keller (Bruno Ganz) lebt seit Jahren in Berlin. Überraschend erhält er Post aus der Heimat: Der Knecht Otto Balsiger (Andrea Zogg) bittet seinen ehemaligen militärischen Vorgesetzten um Hilfe. Balsiger wird beschuldigt, eine junge Frau vergewaltigt und getötet zu haben. Keller nimmt sich der Sache an und reist in die Schweiz. Das Emmental ist zwar nicht mehr, was es zu Gotthelfs Zeiten war, doch die Idylle ist noch immer trügerisch; Frömmler, Heuchler, Intriganten, Spekulanten, Lustmolche und Erbschleicher bevölkern weiterhin die sanften Hügelzüge.

Peters Jugendfreund Josef (Bruno Jäggi) steht einer Sekte vor, Paula (Maren Kroymann), die Mutter der Ermordeten, führt in der alten Badewirtschaft ein Bordell, ihr Exmann, der ehemalige Polizist Tobler (Rolf Hoppe), hat das Gasthaus Bären übernommen. Keller merkt rasch, dass er da in einem stinkenden Miststock rührt und in seiner alten Heimat nicht willkommen ist. Nur die in einer lesbischen Beziehung lebende Uta (Barbara Auer), die Tochter des dubiosen Fürsprechs Schwengeler (Ulrich Radke), unterstützt ihn. Bald ist Kellers Leben in Gefahr.

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