«CH: Filmszene» vom 26.6.2014

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Das Urvolk der Penan auf Borneo akzeptierte den Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser als einen der ihren. Als Bulldozer mit dem «planmässigen» Abholzen des Regenwaldes begannen wehrte sich Manser. Damit schuf er sich mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000 verschwand er spurlos im Dschungel von Borneo.

1984 verliess Bruno Manser die Schweiz, um fernab in den Regenwäldern von Borneo seinen Traum umzusetzen. Dort lebte er mit dem Volk der Penan, in einer Welt zwischen Magie und Realität, ohne Diktat der Zeit, im Einklang mit seinen Bedürfnissen. Als die ersten Bulldozer auftauchten und auf dem Gebiet der Penan mit dem Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Bruno Manser mit spektakulärem Aktionen auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam.

Für den Film «Bruno Manser - Laki Penan» begibt sich Regisseur Christoph Kühn auf die Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden. Sie erzählen von den gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, von Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, von seinen Begegnungen mit Geistern und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild von Bruno Manser. Er war ein leidenschaftlicher Naturforscher, ein Mystiker und Romantiker, aber zugleich ein zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler.