CINEMAsuisse: Daniel Schmid

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Das Filmportrait CINEMAsuisse zu Daniel Schmid erzählt die Geschichte des Regisseurs und lässt das Publikum eintauchen in die einmalige Bildsprache des Schweizer Regisseurs. Für sein vielfältiges Werk wurde der Bündner Filmemacher 1999 in Locarno mit dem Ehrenleoparden für sein Gesamtwerk geehrt.

Daniel Schmids Filme liefen weltweit auf den grossen Leinwänden: auf der Piazza Grande in Locarno oder im Wettbewerb von Cannes. Mit Filmen wie «Il bacio di Tosca» und «Zwischensaison» hinterliess er ein vielfältiges Werk, das geprägt ist von Schmids lyrischer Bildsprache und Musikalität.

Daniel Schmid war Kosmopolit, Filmkünstler, Opernregisseur und Schattenspieler, wie er selbst sagte. Bis zu seinem Tod realisierte er mehr als ein Duzend Filme und sieben Opern. Dabei lebte er ein rauschhaft inszeniertes Leben, vergass aber seine Wurzeln nie.

Daniel Schmid wuchs im Belle-Époque-Hotel Schweizerhof in Films GR auf. Für den kleinen Knaben war das Hotel eine Bühne, ein Illusionsraum in dem sich die Gäste inszenierten. Der Vater starb früh, Mutter und Grossmutter mussten sich um den Hotelbetrieb kümmern und hatten wenig Zeit für den Heranwachsenden. So schuf er sich seine eigene imaginäre Welt.

1961 zog es Daniel Schmid nach Berlin. Als exzentrischer Dandy aus den Schweizer Bergen fand er bald einen Platz in der Szene junger Filmschaffender. Er freundete sich mit den Filmemachern Rainer Werner Fassbinder und Werner Schroeter an, mit denen er zu Beginn der 1970er-Jahre mehrfach zusammenarbeitete. Danach zog es ihn weiter nach Paris. Erst mit 50 Jahren ist Schmid wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Am 6. August 2006 starb er 64-jährig in seinem Heimatdorf Flims an einem Krebsleiden.