Clay Regazzoni - Leben am Limit

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Eine Hommage an Clay Regazzoni, der zu den Lieblingen der Formel-1-Szene in den 70er-Jahren gehörte. Ein Unglück veränderte 1980 sein Leben. Beim Grossen Preis der USA West in Long Beach, prallt er ungebremst in eine Mauer. Die Folge: Querschnittlähmung. Doch Regazzoni kämpft sich zurück ins Leben.

Der Film entstand unter Mitwirkung von Clay Regazzonis Familie und von Weggefährten wie Niki Lauda oder Piero Ferrari, dem Sohn von Enzo Ferrari, Gründer der legendären italienischen Scuderia. Die Witwe Mariapia, die Kinder Alessia und Gian Maria sowie seine Geschwister Vanna und Giordano sprechen offen über den Tessiner Sportler, der weder auf der Rennbahn noch im Privatleben Kompromisse machte. Roger Benoit, der Doyen der Schweizer Formel-1-Journalisten, und Jacques Deschenaux, langjähriger Formel-1-Reporter von Fernsehen und Radio der französischsprachigen Schweiz (RTS) beschreiben Clay sowohl aus der Sicht des Journalisten wie auch aus als Freund.

Niki Lauda bringt sein Verhältnis zu Clay auf den Punkt: «Wir haben komplett unterschiedlich getickt, aber wir waren trotzdem gemeinsam unterwegs und haben uns immer wieder gefunden. Er war der Playboy-Rennfahrer im wahrsten Sinne des Wortes, der das Schöne mit dem Rennfahren und dem Sport verbunden hat.» Für Piero Ferrari war der Tessiner schlichtweg «ein Italiener; er war einer von uns!»

Der Film zeigt den Werdegang des aus einfachen Verhältnissen stammenden Karosseriesattlers an die Spitze der Formel 1. Ein Schicksalsschlag während der Rennsaison 1980 ändert sein Leben. Beim Grossen Preis der USA West in Long Beach, prallt er mit seinem Boliden ungebremst in eine Betonmauer. Die Folge: Querschnittlähmung.

Regazzoni ist für den Rest seines Lebens auf den Rollstuhl angewiesen. Nach Jahren des Erfolgs und dem Leben im Rampenlicht verbringt der Tessiner Bonvivant drei Jahre in Spitälern, hofft auf das Wunder, doch noch eines Tages wieder gehen zu können. Regazzoni kämpft sich zurück ins Leben und setzt sich nach seinem tragischen Unfall für die Rechte der Behinderten im Alltag ein. In der Nähe von Rom gründet er eine Fahrschule für Behinderte und fährt selbst Rallyes auf der ganzen Welt, Paris - Dakar beispielsweise. Zu seinem Leidwesen bleibt ihm aber eine Formel-1-Rennlizenz als Behindertensportler verwehrt.

Mit Menschen aus dem Umfeld Clay Regazzonis zeichnet Filmautor Felice Zenoni ein facettenreiches Bild eines der erfolgreichsten Schweizer Sportler, für den nichts unmöglich war und der mit seinem Lebensstil und seiner direkten Art immer auch wieder aneckte.

«Clay Regazzoni - Leben am Limit» erschliesst dem Publikum auch die Formel-1-Welt der 1970er-Jahre, die sich seither enorm gewandelt hat.