Die Kinder vom Napf - Eine Kindheit mitten im Herzen der Schweiz

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365 Tage begleitete Alice Schmid 50 Bergbauernkinder mit der Kamera in der zerklüfteten wilden Hügellandschaft am Napf, bis zum sagenumwobenen Änziloch, wo laut Legende der Donner entsteht und noch heute Geister hausen. Entstanden ist ein wunderbarer Jahreszyklus über den «Wilden Westen» Luzerns.

Der Schein von Taschenlampen im Dunkel, knirschende Stiefel im Schnee: Es ist stockfinster, wenn die Kinder frühmorgens schnaufend durch den hohen Schnee zur Schule stapfen. Am Nachmittags wieder zurück zum Bauernhof, wo jedes Kind sein Ämtli hat. «Wenn wir metzgen, muss man zuerst den Kopf abhauen. Dann macht es päng.» Kilian (6) weiss wovon er spricht. Schon früh treten die Kinder in die Stapfen des Bergbauernberufes.

Oberänzi und Oberlänggrat heißen bei dem kleinen Ort Romoos die Berge, Breitäbnet das grüne Tal. Das Leben hier scheint wie aus einer anderen Zeit. Kinder kommen mit der Seilbahn zur Schule. Hoch oben in den Bauernhöfen wird jede Hand gebraucht.

Die Kinder treiben das Vieh, flicken die Zäune, helfen bei der Ernte. Tiere brauchen Schutz vor dem Wolf. 27 Schafe hat er schon gerissen. Und der Habicht holt die Hühner. Trotz aller Mühe bleibt Zeit zum Spielen in der traumhaft schönen Natur. Glückliche Kinder auf Sommerwiesen, Volkstanz und Blasmusik. Doch ziehen immer mehr Familien weg.