Die Kinder von Babel

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Ein musikalisches Abenteuer mit sechs Kindern mit Migrationshintergrund aus dem Basel-Bernstrasse-Quartier von Luzern. Alle erhalten Instrumentalunterricht im St. Karli-Schulhaus und spielen beim Orchester BaBeL-Strings mit. Die Musik hilft als Brücke über kulturelle Gräben hinweg.

BaBeList das internationalste Quartier von ganz Luzern – und auch das kinderreichste. Aber ein idealer Spielplatz sind die Basel- und Bernstrasse sicher nicht. Hier ist es lärmig, schmutzig und eng. Omar, Taymaz, Sofiia, Apsarah und Gabriele, sind Kinder mit Migrationshintergrund und leben im Quartier. Zur Schule gehen sie auf der Sonnenseite über dem Fluss. Hier spielen sie auch mit 25 anderen Kindern bei den BaBeL-Strings. Dieses Orchester bietet den Kindern zweimal wöchentlich die Gelegenheit, ein Instrument zu erlernen und klassische Stücke zu üben. Jahreshöhepunkt ist das grosse Konzert in der Tonhalle Zürich.

Die Kinder sind meist mit grossem Eifer bei den Proben dabei. Doch wie sieht es aus wenn sie nach dem Unterricht wieder in ihren Lebensalltag zurückkehren? Taymaz, ursprünglich aus dem Iran, lebt zusammen mit seinem Vater in einer Notunterkunft für Sans-Papiers. Die Eltern von Apsarah halten sich mit Putzarbeiten über Wasser. Sofiia schweigt ausserhalb ihres Zuhauses. Trotz unterschiedlicher Religionen entwickelt sich zwischen Omar und Gabriele eine Freundschaft.

Die Luzerner Filmemacherin Lena Mäder begleitet die Kinder während eines ganzen Jahres. Vom Schulhaus bis in die Wohnungen an der Baselstrasse, aber auch in das Übungslager des Musikvereins, in dem intensiv für das grosse Konzert in der Tonhalle geübt wird. Mit „Die Kinder von Babel“ hat Lena Mäders ihr Masterstudium in Dokumentarfilm an der Züricher Hochschule der Künste 2016 abgeschlossen.