Glückspilze – Von der Strasse in die Manege

Dokumentarfilmsommer 2014

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Das Glück ist nicht oft auf der Seite der Strassenkinder aus St. Petersburg. Mischa, Danja und Igor erhalten eine einmalige Chance - Der Kinderzirkus Upsala nimmt sie auf. Sie dürfen im Zirkus trainieren. Der Sprung in die Manege gibt ihnen Selbstvertrauen und die nötige Konstanz in ihrem Leben.

In Sankt Petersburg leben mehr als 10‘000 Kinder auf der Strasse. Larissa, die Direktorin des Zirkus Upsala, nimmt Kinder aus schwierigen Verhältnissen in ihr Ensemble auf. Im Zirkus lernen die Kinder eine neue Welt kennen. Hier müssen sie Verantwortung übernehmen, sich in eine Gemeinschaft einfügen. Es wird hart trainiert, doch der tosende Applaus nach der Vorstellung stärkt das Selbstvertrauen der ehemaligen Strassenkinder.

Das Glück ist nicht oft auf der Seite der Kinder. Falls die Eltern noch leben, sind sie meist drogenabhängig oder im Gefängnis. So flüchten viele Kinder auf die Strasse weil es zu Hause unerträglich ist. Mischa, Danja und Igor haben Glück. Sie dürfen im Zirkus Upsala trainieren. Der Sprung in die Manege gibt ihnen neues Selbstvertrauen und Konstanz in ihrem Leben.

Durch eine Kombination von Zirkusarbeit und psychologischer Betreuung kommen die Kinder vom Elend der Strasse weg. Ziel ist die Reintegration, mit regulärem Schulbesuch und geordneter Wohnsituation. Für viele stellt der Zirkus eine Art Ersatzfamilie dar. Fangen Kinder wieder an zu Träumen und entdecken neue Perspektiven, ist der erste Schritt zur Reintegration geschafft.

Eine geplante Tournee in die Schweiz lockt. Die Clownin Gardi Hutter besucht den Zirkus Upsala und gibt dort Trainingsstunden. Sie ist begeistert: «Das ist nicht einfach Kunst, das sind echte Überlebensstrategien». Der Film von Verena Endtner zeigt auf, dass mit Ausdauer und Willenskraft fast alles erreichbar ist.

SRF Kultur zeigt den Film von Regisseurin Verena Endtner als Premiere online und auf SRF 1.