Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens

Dokumentarfilmsommer 2018

Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens

Genf, 1964: Der junge Jean Ziegler verspricht Che Guevara in Genf, gegen das "kapitalistische Monstrum" zu kämpfen. Seither kämpft der inzwischen 82-jährige streitbare Globalisierungskritiker unermüdlich gegen die Macht der Finanzmanager und geisselt deren Verantwortung für den Hunger in der Welt.

Anfang der 60er-Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den «Kopf des kapitalistischen Monsters» zu kämpfen.
Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern. Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegebenen hatte.
2015 ist er einer der Hauptredner bei der Münchner Grossdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Doch als er schliesslich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich seine Ideen infrage gestellt.
«Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens» ist ein kluges und hintersinniges Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers Jean Ziegler. Filmemacher Nicolas Wadimoff nähert sich dem umstrittenen Schweizer Soziologen und Weltbestsellerautor mit kritischer Empathie. Er geht mit Ziegler dahin, wohin dieser sonst nur alleine geht: zu seinen Zweifeln und Widersprüchen und zu seiner tiefsitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.