Kinder machen

Dokumentarfilmsommer 2018

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Kinderkriegen ist die natürlichste Sache der Welt, so heisst es. Und doch manchmal nicht die einfachste. Der Wunsch nach Nachwuchs bewegt sich heutzutage zwischen legitimem Bedürfnis, gesellschaftlichem Druck und Lifestyle-Entscheidung. Die Fortpflanzungsmedizin verspricht individuelle Lösungen.

Das Kinderkriegen, die angeblich «natürlichste Sache der Welt» ist nicht immer die einfachste. Sei es aufgrund biologischer Defizite der Eltern oder einer aufwendigen Karriere- oder Lebensplanung. Der Wunsch nach Nachwuchs bewegt sich heutzutage zwischen legitimem Bedürfnis, individuellem Urinstinkt, gesellschaftlichem Druck und Lifestyle-Entscheidung.
Wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappen sollte, kommt die Fortpflanzungsmedizin ins Spiel, die vielen Paaren wieder Hoffnung auf die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches schenkt. Während künstliche Befruchtung in anderen Ländern schon fast zum guten Ton gehört, geht man in der Schweiz noch zaghaft mit der Thematik um. Doch Social Freezing und Präimplantationsdiagnostik sind Begriffe, die auch in der Schweiz im politischen oder gesellschaftlichen Kontext immer öfter zu hören sind.
Die Filmemacherin Barbara Burger schaut mit viel Sachkenntnis sowie eindrücklichen Bildern der Reproduktionsmedizin und -Industrie über die Schulter und ins Reagenzglas. Dabei geht es weder darum, die Fortpflanzungsmedizin zu lobpreisen, noch sie zu stigmatisieren. Dennoch sind in jedem Moment die gesellschaftlichen, politischen und vor allem auch ethischen Implikationen spürbar.