Eigentlich wollten wir zurückkehren - Migranten in der Schweiz

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Sie kamen in die Schweiz um nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat, ein besseres Leben zu haben. 30, 40 Jahre später sind sie immer noch hier. Mittlerweile im Pensionsalter, stehen drei Ehepaare aus der Türkei und dem Balkan am Scheideweg: Zurückkehren oder hier bleiben?

Der Film «Eigentlich wollten wir zurückkehren» begleitet die drei Ehepaare Salman und Ayse Ilgüplü, Zujdi und Schehrazad Recebi sowie Ali Ihsan und Nuriye Sinan durch ihren Alltag. Die aus dem Balkan und der Türkei stammenden Menschen haben einen grossen Teil ihres Leben in der Schweiz verbracht. Sie sind vor dem Regime geflüchtet oder hierhergekommen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. In der Schweiz haben sie hart gearbeitet und ihre Kinder grossgezogen. Integriert sind sie kaum, Deutsch haben sie nie richtig gelernt. Aber ihre Kinder fühlen sich wohl hier, haben ihrerseits wieder Kinder bekommen und können sich nicht mehr vorstellen zurückzukehren.

Jahrelang hat die erste Migrantengeneration von der Rückkehr in ihre Heimat geträumt. Hat dort, mit dem Ersparten, Häuser gebaut und sich auf das Pensioniertendasein in der Heimat gefreut. Nun, da der Moment gekommen wäre, merken viele, dass ihr Traum schwerer zu realisieren ist, als sie sich das vorgestellt hatten. Jetzt, wo sie zurückkehren könnten, sind sie gesundheitlich angeschlagen, oder ihre Kinder halten sie zurück.

Die Zerrissenheit zwischen hier und dort prägt den Alltag der Migrantinnen und Migranten. Aber ihre Lebensgeschichten zeugen auch von ihrer Fähigkeit, in schwierigen Situationen, im andauernden Dilemma, sich immer wieder Neuem zu stellen und gangbare Wege zu finden.