Heimatklänge- Vom Juchzen und andern Gesängen

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Vor der atemberaubenden Bergkulisse der Schweiz porträtiert der Film die drei aussergewöhnliche Stimmkünstler Noldi Alder, Erika Stucky und Christan Zehnder. Auf der Suche nach den Klängen ihrer Heimat, haben sie das traditionelle Jodeln zu einer ganz eigenen Musiksprache weiterentwickelt.

Der Film «Heimatklänge» umreisst mithilfe von Erzählungen, Fotos und Archivaufnahmen die Werdegänge seiner drei Protagonisten. Er konfrontiert das sogenannte Traditionelle direkt mit dem originär Neuen und lässt sein Publikum dabei in ansteckender Weise das urtümlichste aller Instrumente erleben: die menschliche Stimme.

«Ich nehme an, der Mensch hat irgendwann mal Lust gehabt beim Reden, den Genuss noch zu verlängern.» Die amerikanisch-schweizerische Stimm- und Performance-Artistin Erika Stucky kam als Zehnjährige aus den USA in die Schweiz. Sie kümmert sich nicht um Kategorien wie Volksmusik, Jazz und Kinderlied. Für ihre Bühnenshow mit der Rocksängerin Sina schöpft sie aus den archaischen Sagenwelten und Traditionen des Wallis.

«Ich mache gar nichts anderes als traditionelle Musik, aber traditionelle Musik, die lebt.» Der das sagt, stammt aus einer Familie, die mit ihren Appenzeller Heimatklängen weltberühmt geworden ist. Als einer der Alderbuebe tourte Noldi Alder mit Vater und Brüdern bis nach Japan. Aber er hat studiert, hat sich der experimentellen Musik zugewendet und wird seither von seiner Umgebung nur noch teilweise verstanden. Die alten Lieder, aber auch die Klänge und Geräusche seiner appenzellischen Umgebung sind eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für seine stetige Weiterentwicklung.

Auch der «Sänger» des Duos Stimmhorn, Christian Zehnder, vermischt in seinen Performances ohne Hemmungen Jodel, Scat Vocal und Obertongesang. Zusammen mit dem Alphornisten Balthasar Streiff hat er in den letzten Jahren internationale Bedeutung erlangt. Diesen gewaltigen Bergen, sagt Zehnder, muss man etwas entgegensetzen. Auf der Suche nach dem eigenen Klingen führt ihn der Weg bis ins südsibirische Tuwa, wo er mit den legendären Obertonsängern Huun Huur Tu zur Improvisation ansetzt.