Il bacio di Tosca

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Ohne die Diven und Stars der Opernwelt wären die Werke Giuseppe Verdis nur verstaubte Partituren. Aus Dank gründete der Komponist in Mailand ein Altersheim für Musiker. Der Filmemacher Daniel Schmid lässt in seinem Dokumentarfilm die Stars von einst nochmals aufleben.

Aus Dank an die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne gründete der Komponist in Mailand ein Altersheim für all jene, die nach ihrem letzten Auftritt in Vergessenheit gerieten und ohne finanzielle Mittel ihren Lebensabend verbringen.

Die meisten Musiker die in der „Casa Verdi“ leben sind zwischen 80 und 96 Jahre alt. Auch wenn sie inzwischen längst vergessen sind, führen sie noch immer ein Dasein für die Kunst und begreifen das Leben als Bühne, auf der sie sich selbst inszenieren können. Denn wer einmal von der Muse geküsst wurde, bleibt ihr ein Leben lang treu.

Daniel Schmid, selbst der Oper verfallen und neben seiner Filmarbeit auch als Bühnenregisseur tätig, besuchte vor über 30 Jahren mit Kameramann Renato Berta die Casa Verdi an der Piazza Buonarroti, das von Giuseppe Verdi gegründetes Künstleraltersheim, mit offiziellem Namen La Casa di Riposo per Musicisti. Daraus entstand ein dokumentarischer Spielfilm in dem die Stars von einst nochmals aufleben.

«Sie alle leben in einem fiktiven Raum, und keiner weiss mehr, was wahr ist», sagte Daniel Schmid, der diese Zwischenrealität zu einem melodramatischen Dokument verblichener und zugleich gegenwärtiger Grösse verarbeitet hat. Für Schmid war es der erste Film, bei dem sie «am letzten Tag nach den Dreharbeiten tränenüberströmt im Korridor standen».