«CH: Filmszene» vom 19.9.2013

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Er war 68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer und Sponti, wurde zum hessischen Umweltminister in Turnschuhen und deutscher Aussenminister im Anzug: Das ereignisreiche Leben Joschka Fischers dient Oscar-Regisseur Pepe Danquart, um 60 Jahre deutsche Nachkriegsgeschichte aufzuzeigen.

Von den verlogenen 1950er-Jahren, den wilden Tagen der 68er-Bewegung und der bleiernen Zeit des RAF-Terrors über die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung und die Gründungsjahre der Grünen bis zum Fall der Berliner Mauer und der ersten rot-grünen Bundesregierung. Der Film ist weit mehr als eine simple Biographie über Joschka Fischer. Bietet er doch eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland und schildert die Entwicklung eines Landes das sich langsam aus dem Schatten seiner Vergangenheit zu lösen vermag.

Zahlreiche Zeitzeugen - von Katharina Thalbach über Daniel Cohn-Bendit bis zur Band Fehlfarben - kommen neben Joschka Fischer ebenfalls zu Wort. So wird dieser Dokumentarfilm zu einem kontroversen wie unterhaltsamen Kaleidoskop aus Tagen, in denen keine Atempause in der Politik gemacht wurde.