Köpek

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Wie fühlt es sich an, als Kind, als Frau oder gar als Transsexuelle in einer Macho-Welt zu leben? «Köpek» lässt einen das hautnah spüren. In drei Alltagsgeschichten rechnet der Episodenfilm mit den sozialen Missständen in der Türkei ab. Sanft, aber entschlossen.

In der Millionenstadt Istanbul hoffen drei Menschen darauf, dass sich ihre Sehnsucht nach Liebe erfüllt - und sei es auch nur für einen Augenblick: der zehnjährige Papiertaschentuchverkäufer Cemu, die unglücklich verheiratete Hayat und die transsexuelle Prostituierte Ebru. Doch ihre Hoffnungen scheitern an der Realität.

Authentisch und mit einem aufmerksamen Blick für die Poesie des Alltags erzählt Esen Isik in ihrem episodisch erzählten Langfilmdebüt «Köpek» eine genauso zärtliche wie erschütternde Geschichte über die Liebe, den Tod und die türkische Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts. Dabei entwickelt die schweizerisch-türkische Filmemacherin mit kurdischen Wurzeln viel Empathie für ihre drei Hauptfiguren. Isik hat bereits für zwei ihrer Kurzfilme den Schweizer Filmpreis erhalten, «Köpek» wurde 2016 mit dem Hauptpreis als Bester Film ausgezeichnet, und Beren Tuna erhielt für ihre Darstellung der Hayat den Preis als beste Schauspielerin.