Müetis Kapital

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Ruth Seiler –Schwab, 1918 in Kerzers FR geboren, hat ein eigenständiges Leben geführt – immer aber mit Blick auf diejenigen, denen es schlechter geht. Im Bundesarchiv ist sie als aktive Kommunistin fichiert. Das erstaunt sie, denn eigentlich hat sie ein ziemlich normales Leben geführt.

Die Heimschule Schlössli in Ins im Berner Seeland bietet seit über fünfzig Jahren «schwierigen» Kindern und Jugendlichen eine Heimat. Zusammen mit ihrem Mann Robert gründete Ruth Seiler-Schwab, «ds Müeti», 1953 die auf anthroposophischer Grundlage geführte Schule und leitete sie zwanzig Jahre.

1918 als Bauerntochter geboren, blieb Ruth Seiler eng mit der Natur und der Landwirtschaft verbunden, was sie aber nicht daran hinderte, sich während des Krieges der kommunistischen Bewegung anzuschliessen. Nach dem Krieg wandte sie sich vom Kommunismus ab und fand über ihren Mann Zugang zu Rudolf Steiners Anthroposophie.

Martina Rieder und Karoline Arn zeigen in ihrem Film ein Stück Schweizer Geschichte und eine Lebensgeschichte, die beweist, dass Selbstverwirklichung kein Privileg der heutigen Zeit ist.