Sie hetzten mich durch Arizona

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Die analoge Telefonie ist ein Auslaufmodell, ähnlich steht es um die Ehe von Leonardo und Marbella. Nach der Pleite seines Arbeitgebers erhält Leonardo einen letzten Auftrag. Die übers Land verstreuten öffentlichen Telefonkabinen müssen abmontiert werden. Ein Roadmovie durch karge Landschaften.

Der Fortschritt hinterlässt Spuren. In unserer digitalen Welt sind analoge Telefone nicht mehr gefragt. So bleibt Leonardo nach der Schliessung seiner Firma ein letzter Auftrag: die übers Land verstreuten, öffentlichen Telefonkabinen müssen abmontiert werden. Doch nicht nur der Leonardos Arbeitgeber hat den Anschluss an die Neuzeit verpasst. Auch Leonardo und seine Frau sind irgendwo in der Vergangenheit stecken geblieben. Nicht dass ihnen Telefone besonders fehlen würden. Ihre Kommunikation beschränkt sich auf ein Minimum.

Da er selber nicht fahren darf, heuert er für seinen Job einen Schwerverbrecher auf Bewährung an. Auf ihren Reisen durchs karge Land begegnen Leonardo und seinem Fahrer Ben skurrilen Aussenseitern. Worte fallen auch bei diesen Begegnungen kaum. Das Erstlingswerk des jungen Schweizer Regisseurs Matthias Huser setzt auf eine visuell starke Bildsprache. Einem Western gleich treiben die Hauptfiguren durch eine karge Landschaft voller verstörender Schönheit.