Sleepless in New York - Dem Liebesschmerz auf der Spur

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Die Liebe ist das Schönste im Leben eines Menschen. Bis sie vorbei ist. Liebeskummer ist eines der stärksten Gefühle. Es überwältigt, quält und lähmt wie kein anderes. Der Regisseur Christian Frei hat die fiebrigen Nächte von Menschen dokumentiert, die soeben von ihrem Partner verlassen wurden.

Der Dokumentarfilmer Christian Frei hat den Ruf, seine Themen an gefährlichen («War Photographer») und unzugänglichen Orten der Welt («Space Tourists») zu finden. Für sein jüngstes Unterfangen - das sich als sein schwierigstes erwies - begab er sich nach New York, unter Menschen mit Liebeskummer.
Die Anthropologin Helen Fisher hat als erste Forscherin weltweit damit begonnen, liebeskranke Menschen im Magnetresonanztomographen zu untersuchen. Immer wieder fragt sie sich, ob es die Natur mit dem, was in den Gehirnen verliebter und von der Liebe enttäuschter Menschen abläuft, nicht doch ein bisschen übertreibt. Dort sind dieselben Regionen aktiv wie bei einer schweren Abhängigkeit von Heroin, Kokain oder Amphetaminen. Verliebte sind süchtig - und das ist, wie alle wissen, ein wunderschönes Gefühl.
Wird man verlassen, nimmt diese Sehnsucht sogar noch an Intensität zu. Schliesslich wird sie aber vom Nervensystem als körperlicher Schmerz - vergleichbar mit Zahnweh - empfunden. Im Grunde sei die Hölle im Himmel bereits eingebaut, sagt Fischer.
Ally Scott wurde vor vier Tagen verlassen, Michael Hariton vor zwei Wochen. Rosey La Rouge verliebte sich während einer Meerjungfrauenparade unsterblich in einen Unbekannten, den sie seitdem nie wiedergesehen hat. Das war vor sechs Monaten. Alle drei durchleben in der Weltstadt der Singles einen Ausnahmezustand voller Trauer und Tränen, Wachheit und Kreativität. Der Film erkundet den unendlich schwierigen Weg von Ally, Michael und Rosey aus ihrer selbstzerstörerischen Besessenheit heraus - hin zu einem neuen Selbst.