«CH: Filmszene» vom 7.12.2017

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Der Rohstoffhandel hat in den letzten zehn Jahren ein spektakuläres Wachstum erlebt. Regelmässig werden die Firmen, viele mit Sitz in der Schweiz, mit schwerwiegenden Umweltproblemen in den Herkunftsländern konfrontiert. NGO’s fordern mehr Transparenz und eine Haftung von den Rohstoff-Giganten.

Die hoch brisanten, soeben veröffentlichten «Paradise Papers», zeigen unter anderem auf, was der Regisseur Daniel Schweizer bereits in seiner Dokumentation «Trading Paradise» aufgegriffen hat. Die Praktiken der Rohstoffhändler in der Schweiz.

Ein grosser Teil dieses weltweiten Handels wird von in Zug oder Genf ansässigen Unternehmen gesteuert. 20 bis 30 % der weltweit gehandelten Rohstoffe wechseln durch Schweizer Unternehmen den Besitzer. Doch der Rohstoffhandel, der in den letzten zehn Jahren ein spektakuläres Wachstum erlebt hat, bleibt weitgehend unreguliert und von der Öffentlichkeit verborgen.

Nichtregierungsorganisationen werfen den Firmen immer wieder vor intransparent zu arbeiten, wenig Steuern zu zahlen und in den Abbauländern geltende Umweltvorschriften zu missachten. Rund um den Globus enthüllt «Trading Paradise» die Kehrseite des Rohstoffhandels und eröffnet eine Debatte über die ethische Verantwortung der Unternehmen vor dem Hintergrund des globalisierten Neoliberalismus.