Watermarks - Letters from China

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Drei Regionen im Reich der Mitte, Schicksale über drei Generationen, Wasser als verbindendes Element: In beeindruckender Offenheit erzählen die Protagonisten in Luc Schaedlers Dokumentarfilm von der unbewältigten Vergangenheit, der vertrackten Gegenwart und zaghaften Schritten in die Zukunft.

Ob im regenreichen, idyllischen Süden, im ausgetrockneten Norden, wo Kohle abgebaut wird, oder in der bevölkerungsreichsten Megacity der Welt am Jangtsekiang: Die Menschen im heutigen China sind einer rasanten Entwicklung ausgesetzt. Stellvertretend sprechen die Protagonisten in Luc Schaedlers Dokumentarfilm „Watermarks“ über ihr Leben in einem kolossalen und komplizierten Land.

Der chinesische Bauernsohn Wei Jihua und seine Frau bringen sich und ihren kleinen Sohn als Wanderarbeiter im apokalyptischen Kohlenbaugebiet von Wusutu durch. Während sie die Zukunft im industriellen Ballungszentrum sieht, möchte er auf den abgelegenen und unwirtschaftlichen Hof seiner Eltern 600 Kilometer weit entfernt zurückkehren.

Im trügerisch-idyllischen Jiuxiancun sprechen ein ehemaliger Landbesitzers und der pensionierte Parteisekretär über die unbewältigte Vergangenheit. Deutlich wird, wie schwierig und schmerzhaft es für die Menschen in der Dorfgemeinschaft immer noch ist, die Geschichte des politischen Terrors zu verarbeiten.

Schliesslich begegnen wir im urbanen Moloch am längsten Fluss Chinas, in Chongqing, der burschikosen Chaomei, die ihre Rolle als junge Frau im modernen China neu definiert. Ihre mutigen und entschlossenen Versuche ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, stehen im Kontrast zum einfachen Leben ihrer Eltern auf einem kleinen Fischerboot.

Die DVD zum Film ist im SRF Shop erhältlich:

http://www.srf.ch/shop/watermarks