Widerstand Brockenhaus - vom Wegwerfen und Wiederverwerten

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Wer mit wachen Augen durch eine Brockenstube schreitet findet vielleicht das schon lange gesuchte nicht mehr erhältliche Etwas. Bestimmt aber vermitteln die Brockenstuben, einem Museum gleich, ein Abbild der Gesellschaft und setzen ein Zeichen gegen die Wegwerfkultur.

Mit der Kamera auf der Schulter begleitet Christian Knorr drei Berner Trödler in ihrem Streben nach Selbstbestimmung und Freiheit. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen ist viel Improvisationsgabe und ein guter Blick für unscheinbare Gegenstände nötig. Mit viel Fantasie und Hingabe schenken sie den Gegenständen ein zweites Leben, in dem sie diese an Menschen vermitteln die dessen Wert zu schätzen wissen. Mit dieser Möglichkeit der Zweitverwertung setzen sie aber auch ein klares Zeichen gegen die Wegwerfkultur.

Renato Rota musste wegen eines Neubaus seine Brockenstube in einer alten Sauerkrautfabrik aufgeben. Während er eine neue Verkaufsfläche sucht, bringt er die gebliebenen Brocken in provisorischen Materiallagern unter. Die Gentrifizierung macht es immer schwieriger bezahlbaren Raum für den Bertriebe eines Brockenhauses zu finden. Johannes Spycher unterhält seit 20 Jahren eine Brockenstube in einer alten Kaffeerösterei. Als Überlebensstrategie weitet der umtriebige Geschäftsmann seine Tätigkeitsfelder aus. Stefan Utiger hat soeben seinen sicheren Bürojob aufgegeben und eine Brockenstube eröffnet. Mit der Idee, in diesem Metier Fuss zu fassen, wagt er den Sprung ins Ungewisse.