Zaunkönig - Tagebuch einer Freundschaft

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Martin ein junger Mann zelebrierte seinen Drogenkonsum exzessiv. Sein schillerndes Leben hielt er in seinem Tagebuch fest, während sein Freund Ivo alles filmte, was sich bewegte. Beide wollten das Absolute, bloss nicht Durchschnitt sein. Eine Gratwanderung zwischen Höhenflug und Absturz.

Martin Felix, ein intelligenter junger Mann, hadert mit den Anforderungen des Erwachsenenlebens. Sein Drang anders als die Anderen zu sein, fordert seinen Tribut. Als es ihm erstmals gelingt aus Amsterdam Haschisch nach Chur zu schmuggeln hebt er ab. Er und sein Freund Ivo haben eine Möglichkeit gefunden, der Enge des Alltags zu entfliehen. Ihr Drogenkonsum wird immer exzessiver.
Minutiös dokumentiert Martin sein Leben in Tagebüchern. Diese geben Einsicht in das Innenleben eines Menschen, der seinen Platz kompromisslos sucht, aber nirgends finden kann. Ivo Zen der Filmemacher und Freund führt über Jahre hinweg ein Super-8-Journal. Oft ist Martin sein Protagonist der, meist unter starkem Einfluss von Drogen, durch die Bilder torkelt. Während Ivo der Absprung ins Erwachsenenleben gelingt, bleibt Martin in seiner Sucht gefangen. Mit 34 Jahren stirbt er.
Der Regisseur Ivo Zen widmet sich in seiner Dokumentation «Zaunkönig» dem Leben seines verstorbenen Weggefährten. Dazu verwebt er seine alten Super-8-Aufnahmen mit den Tagebuchtexten seines Freundes. Zudem führt er intensive Gespräche mit Freunden und der Familie. So entsteht ein eindrückliches Portrait eines Getriebenen, der keinen Platz findet in unserer von Ordnung und Wohlstand geprägten Gesellschaft.