Zen For Nothing

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Versteckt in den Bergen Japans liegt das Zen-Kloster Antaiji. Eine junge Frau aus der Schweiz lässt Beruf und Familie hinter sich und macht sich auf den Weg, um von Herbst bis Frühjahr in das klösterliche Leben einzutauchen. Ein Zusammenspiel von Zen Philosophie und den Überraschungen des Alltags.

Sabine Timoteo, eine junge Frau aus Bern, reist in ein japanisches Zen-Kloster um dort als Zen-Novizin in das klösterliche Leben einzutauchen. Gleich nach der Begrüssung beginnt der Lernprozess der Jahrhunderte alten Klosterregeln: Wie verbeugt man sich, wie sitzt man in der Meditationshalle auf dem Kissen vor der leeren Wand. Wie sind beim schweigend eingenommenen Essen die einzelnen Bewegungen mit den Essstäbchen in Verbindung mit den drei schwarz lackierten Holzschalen auszuführen. Wie verhält man sich beim Kochen und Putzen, der Körperpflege, auf der Toilette und während der Arbeit auf den Feldern. Im japanischen Zen-Kloster Antaiji dreht sich alles um die Komplexitäten des Hier und Jetzt.

Regisseur Werner Penzel und seine Co-Autorin Ayako Mogi haben die alltägliche Stimmung des Klosters äusserst sinnlich eingefangen. Der grossartige und sorgfältige Soundtrack von Fred Frith trägt die Bilder und intensiviert die meditative Stimmung. Entstanden sind Bilder und Töne von poetischer Schönheit. Der Film öffnet eine Welt voller fremder Rituale, gibt dem Tagesablauf Struktur und zeigt, dass Spiritualität auch Freude bereiten darf.