Zwischensaison

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Valentin, kehrt nach langer Abwesenheit ins «Grand Hôtel», den Ort seiner Kindheit zurück. Im leer stehenden, verfallenen Gebäude erinnert er sich voll Melancholie an seine geheimnisvolle Jugend. Verklungene Musik und Stimmen werden hörbar und längst vergessene Personen beleben die Szenerie.

Vor zehn Jahren, am 5. August 2006, ist der Schweizer Regisseur Daniel Schmid im Alter von 64 Jahren verstorben. In Erinnerung an den unvergessenen Künstler - parallel zum Filmfestival von Locarno, dem Daniel Schmid zeitlebens eng verbunden war, zeigt SRF den autobiografisch gefärbten Spielfilm «Zwischensaison» aus dem Jahr 1994. Selbst in einem Bündner Grand Hotel aufgewachsen, hatte er in dieser faszinierenden Welt, mit ihrer die Phantasie anregenden Exotik, immer die Quelle seiner Kreativität gesehen.

Valentin (Sami Frey), ein Mann in mittleren Jahren, kehrt nach langer Abwesenheit an den Ort seiner Kindheit zurück: ins «Grand Hôtel» in den Bündner Bergen. Einst im Besitz seiner Familie, ist es nun dem Abbruch geweiht. In den verlassenen, verfallenen Räumen, in den ausgestorbenen Korridoren werden Erinnerungen wach an ein geheimnisvolles, aufregendes Leben, das dem Knaben einst als die einzige Wirklichkeit erschien. Der Zurückgekehrte hört verklungene Musik und Stimmen, und es begegnen ihm Gestalten, die längst vergessen waren.

Da ist die liebetolle Blondine, die nicht nur flirtet, sondern auch handfest zur Sache kommt, die verkniffene und an allen und allem herumnörgelnde Mutter (Hilde Ziegler), die unentwegt ihren dicklichen Sohn blossstellt, der Zauberer Malini (Ulli Lommel), der Hotelgäste hypnotisiert und damit irritiert, das Bar-Duo Max (Dieter Meier) und Lilo (Ingrid Caven) und die russische Anarchistin (Geraldine Chaplin), die die Jungen damals stark beeindruckt hat. Auch die legendäre Theater-Diva Sarah Bernard (Marisa Paredes) nimmt wieder Gestalt an.