Der Blick zurück

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Musikwelt im Umbruch wie kaum je zuvor. Es wurde mit neuen Formen, Tonsystemen und mit Geräuschen experimentiert. Aber es gab auch Komponierende, die nicht nach vorne, sondern zurück in die Musikgeschichte schauten.

Der Aargauer Komponist Emil Frey etwa schwelgte gerne in der spätromantischen Klangwelt, eine Ersteinspielung seiner «Sonata dramatica» zeugt davon. Auch Othmar Schoeck erinnerte sich in seiner Musik gerne an die Klassik und an die Romantik, und sogar Igor Strawinsky komponierte neben revolutionären Werken wie dem «Sacre du printemps» viele neoklassizistische Werke.

Othmar Schoeck: Complete violin sonatas
Maristella Patuzzi, Violine
Mario Patuzzi, Klavier
Allmusic 2016 (95292)

daraus: Violinsonaten in D-Dur (op.16) und E-Dur (op.46)

Igor Strawinsky: Orchestral works
Orchestre de Chambre de Lausanne
Joshua Weilerstein
Dabringhaus und Grimm 2016

daraus: Pulcinella-Suite und Concerto in D für Streichorchester

Emil Frey: Piano Music, Volume I
Luisa Splett, Klavier
Toccata Classics 2016

daraus: Sonata dramatica d-Moll, op. 27
Passacaglia (aus op. 66)

Redaktion: Moritz Weber