20 Jahre Balkan-Schweiz

Im April 1992 begann der Bosnienkrieg, danach jener im Kosovo. Tausende Menschen flüchteten in die Schweiz. Wie konnten sie in einem fremden Land Fuss fassen, während zu Hause der Krieg tobte? Und - wie beurteilen sie die Zukunft des ehemamligen Jugoslawien?

Bericht mit Videoausschnitten

«Mit Hass gibt es keine Zukunft», Bericht mit Videoausschnitten bei «Tagesschau online»

Gesprächsgäste

  • Besnik Abazi, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Schweizer kosovarischer Herkunft
  •  Valentina Matolic, Juristin im Sozialdienst für Kroatischsprachige, kroatisch-schweizerische Doppelbürgerin
  •  Azem Maksutaj, 14-facher Weltmeister im Thaiboxen, Inhaber von Kampfsportschulen, Schweizer kosovo-albanischer Abstammung
  •  Vica Mitrovic, Politologe, Kulturvermittler, serbisch-schweizerischer Doppelbürger
  •  Jasmina Opardija, Leiterin Balkanprogramm Uni. Fribourg, 1993 aus Bosnien geflüchtet

Beiträge

  • Karin Frei, Moderatorin

    Karin Frei, Moderatorin

  • Azem Maksutaj, 14-facher Weltmeister im Thaiboxen

    Azem Maksutaj, 14-facher Weltmeister im Thaiboxen

    «Zu Beginn war es für mich in der Schweiz sehr schwierig – der Sport hat mir einen Sinn gegeben. Ich habe immer das Beste aus beiden Kulturen genommen und ich hatte die Unterstützung von Fans aus beiden Ländern, das hat mich stark gemacht.»

  • Vica Mitrovic, Politologe, Kulturvermittler

    Vica Mitrovic, Politologe, Kulturvermittler

    «Wir Migrantinnen und Migranten sind in der Schweiz in vielerlei Hinsicht benachteiligt. Wir zahlen zwar Steuern, doch gelten wir oft als Menschen und Bürger zweiter Klasse. Wir müssen uns gemeinsam engagieren, aktiv in die Politik eingreifen und dort unsere Interessen mit Nachdruck anmelden und durchsetzen. Wir müssen wieder lernen, gemeinsam politisch zu handeln.»

  • Jasmina Opardija, Leiterin Balkanprogramm Uni. Fribourg

    Jasmina Opardija, Leiterin Balkanprogramm Uni. Fribourg

    «Flüchtlinge und Asylbewerber werden oft nur als Opfer wahrgenommen. Das wird ihnen nicht gerecht. Viele haben ein grosses Potenzial, ihre eigene Rolle zu entwickeln. Dazu brauchen sie jedoch das Recht auf Ausbildung und Arbeit. So können sie der Gesellschaft in ihrem Gastland als auch in ihrem Herkunftsland viel bieten.»

  • Valentina Matolic, Juristin, Sozialdienst für Kroatischsprachige

    Valentina Matolic, Juristin, Sozialdienst für Kroatischsprachige

    «Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Für ein gutes Zusammenleben braucht es gegenseitigen Respekt und Akzeptanz. Voraussetzung dazu sind gute Sprachkenntnisse. Sie sind der Schlüssel für die Türen der Zukunft.»

  •  Besnik Abazi, Facharzt für Psychiatrie

    Besnik Abazi, Facharzt für Psychiatrie

    «Integration heisst nicht, alles eigene aufzugeben. Davor fürchten sich viele Migranten. Integration heisst, das gute aus der eigenen Kultur beizubehalten und mit zusätzlichem Gutem aus der neuen Kultur zu bereichern.»