50 Jahre Beatles & Stones

Warum haben die zwei Kultbands in den 60ern für Aufruhr gesorgt? Welche Mythen ranken sich um ihre Geschichte? Was von der Rebellion ist geblieben? Bei Mona Vetsch zu Gast u.a. Toni Vescoli, Sänger der Sauterelles und Christoph Schwegler, Disjockey und Konzerveranstalter in den Sixties.

1962 erschien die erste Single der Beatles und spielten die Rolling Stones erstmals vor Publikum. Die zwei britischen Rockbands haben Musikgeschichte geschrieben und werden bis heute als Ikonen der rebellischen Sixties gefeiert.

Ein halbes Jahrhundert ist es her, seit die zwei Bands mit «Sex, Drugs and Rock’n Roll» die Gesellschaft in Aufruhr versetzten. Der «Club» lädt ein zur nostalgischen aber auch zur kritischen Rückblende.

Im Gespräch mit Mona Vetsch erinnern sich Zeitzeugen an ihre Jugend in den Sixties. Sie schildern, warum sie in den Sog der Musikrevolte gerieten und wie die bürgerliche Gesellschaft - das Establishment - darauf reagiert hat.

Gesprächsgäste

  • Toni Vescoli, Rockpionier, Bandleader «Les Sauterelles»
  • Eva Polli, in den Sixties Sängerin und Gitarristin der Band «The Ladys»
  • Christoph Schwegler, Radiomoderator, Konzertveranstalter in den 60ern
  • Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin Universität Zürich
  • Hanspeter Künzler, Buchautor «50 Years The Rolling Stones», Kulturjournalist

Links zur Sendung

DRS 1: 50 Jahre Beatles

Samuel Mumenthaler: Beat Pop Protest - Der Sound der Schweizer Sixties

Beiträge

  • Moderatorin Mona Vetsch

    Moderatorin Mona Vetsch

  •  Toni Vescoli, Rockpionier, Bandleader «Les Sauterelles»

    Toni Vescoli, Rockpionier, Bandleader «Les Sauterelles»

    «Schon mit Jeans und langen Haaren provozierte man damals das Establishment. Als Rebell sah ich mich nicht. Ich wollte einfach frei sein und Musik machen.»

  • Christoph Schwegler, Radiomoderator

    Christoph Schwegler, Radiomoderator

    «Die Schweiz wirkte damals so schwarz/weiss und England so farbig. Die Musik war der Farbgeber. Unsere Utopien von damals sind eigentlich dieselben geblieben: Liebe, Toleranz & Friede.»

  • Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin Universität Zürich

    Elisabeth Bronfen, Kulturwissenschaftlerin Universität Zürich

    «Der Ausbruch aus den kleinbürgerlichen Verhältnissen jener Zeit war nötig. Gerade auch für die Frauen. Man wollte utopische Visionen ausleben. Die Selbstzerstörung war der Preis, den viele dafür zahlten.»

  • Eva Polli, in den Sixties Sängerin der Band «The Ladys»

    Eva Polli, in den Sixties Sängerin der Band «The Ladys»

    «Ich wollte mich nach der Volksschule nicht in die Gesellschaft einordnen. Rockmusikerin war meine Form des Protestes. Mit der Familiengründung war schon bald Schluss mit diesem Leben.»

  • Hanspeter Künzler, Buchautor «50 Years The Rolling Stones»

    Hanspeter Künzler, Buchautor «50 Years The Rolling Stones»

    «Für das Establishment verkörperten die Stones den Untergang der Zivilisation. Sex lag damals in der Luft. Sexuelle Befreiung gab‘s aber nur für die Bühnen-Machos.»

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