Armutsfalle Alter

  • Dienstag, 14. Oktober 2014, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 14. Oktober 2014, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 15. Oktober 2014, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 15. Oktober 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 16. Oktober 2014, 3:55 Uhr, SRF 1
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    • Samstag, 18. Oktober 2014, 14:05 Uhr, SRF info

Die Arm-reich-Schere öffnet sich vor allem im Alter. Jeder achte Rentner ist von Armut betroffen. Ein bitteres und unsichtbares Los. Viele haben ein Leben lang geschuftet und stehen jetzt mit leeren Händen da – oft nicht selbst verschuldet. Warum? Wo lauern die Fallen? Wer hilft den Armen?

«In keiner Altersgruppe sind die Unterschiede bei Einkommen und Vermögen so gross wie bei alten Menschen», prangert Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, den Gesellschaftsskandal an. Rund 140‘000 Millionäre befinden sich im Rentenalter. Ihnen gegenüber stehen geschätzte 185‘000 Rentnerinnen und Rentner, die Ergänzungsleistungen beziehen müssen, weil AHV und Pensionskasse nicht reichen, um den Lebensabend angemessen zu finanzieren. Letztere nehmen jährlich um 5‘000 zu. Viele schämen sich dafür, ziehen sich zurück und verbergen ihre Altersarmut vor dem Blick der Öffentlichkeit.

Fachleute orten vielschichtige Ursachen, warum Menschen nach einem vollen Erwerbsleben ein Alter in Armut verbringen müssen. Einige bleiben ab 50 ohne Job und verarmen früh. Anderen fehlt ein Teil der Rente, weil sie durch Vorbezüge ihre Pensionskasse geplündert haben. Auch Krankheit und persönliche Schicksalsschläge wie Scheidungen oder Todesfälle können materielle Armut zur Folge haben. Und schliesslich beziehen längst nicht alle, die ein Leben lang zu 100% gekrampft haben, die AHV-Maximalrente. Ihnen allen stehen staatliche Ergänzungsleistungen zu, nicht alle jedoch wissen das oder wollen sie beziehen.

Im «Club» diskutiert Karin Frei mit ihren Gästen über strukturelle Ursachen, menschliches Unvermögen und gesellschaftliche Fallen der Altersarmut.

Ilse Czamek, 72, EL-Bezügerin
Susann Dietiker, 75, EL-Bezügerin
Werner Schärer, Direktor Pro Senectute Schweiz
Heidi Witzig, Historikerin, Mitglied der «GrossmütterRevolution»
Ueli Mäder, Prof. für Soziologie Uni Basel, Armutsforscher
Jérôme Cosandey, Experte für Vorsorge- und Altersfragen Avenir Suisse

Beiträge

  • Karin Frei mit Gesprächsgästen

    So setzt sich die Runde zusammen:

  • Ilse Czamek

    Mein Weg in die Altersarmut begann mit dem Jobverlust Ende 40:

  • Jérôme Cosandey

    Ältere Mitarbeiter nehmen den jüngeren keine Arbeitsplätze weg - das Gegenteil ist der Fall:

  • Ueli Mäder

    Für Sozialausgaben ist genügend Geld in den Kassen:

  • Susann Dietiker

    Eine Arbeit im AHV-Alter zu finden ist fast unmöglich:

  • Heidi Witzig

    Wir von der «GrossmütterRevolution» fordern die Erschaftssteuer zur Finananzierung der AHV:

  • Werner Schärer

    Die AHV ist ein grosses Solidaritätswerk:

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