«Begegnung auf Augenhöhe»

Viele Menschen, die in der Schweiz Zuflucht suchen, werden für immer hier bleiben. Es ist deshalb wichtig, dass diese Menschen sich möglichst schnell in unsere Gesellschaft integrieren. Dieter Wüthrich von der HEKS zu Freiwilligenarbeit und ihren Tücken.

Diether Wüthrich vom Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS).

Bildlegende: Diether Wüthrich vom Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS). zVg

Werden Flüchtlinge mit privater Hilfe besser integriert?
Integration ist vor allem auch eine Beziehungsfrage. Ein tragfähiges, privates Beziehungsnetz ist eine Grundvoraussetzung für eine gelungene, möglichst konfliktfreie Integration. Private Unterstützung ist zudem häufig unbürokratischer und unkomplizierter.

Gibt es auch eine «falsche» Art privater Hilfe?
Eine Grundvoraussetzung für sinnvolle und wirksame private Hilfe ist die Bereitschaft, einander stets auf Augenhöhe zu begegnen. Falsch wäre zu glauben, immer genau zu wissen, was gut für die andere Person ist. Privates Engagement sollte immer Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Warum werden private Helfer auch desillusioniert oder enttäuscht?
Private Freiwilligenarbeit ist immer auch Beziehungsarbeit. Und wie in jeder Beziehung zwischen zwei Menschen besteht deshalb auf beiden Seiten die latente Gefahr, vom Gegenüber enttäuscht zu werden. Umgekehrt ist für einen Flüchtling der Frust vorprogrammiert, wenn er davon ausgeht, dass die private Hilfe sämtliche seiner Probleme löst.

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