Gegen den Weltuntergang

«Das grösste Zukunftsrisiko ist die Zukunftsangst», behaupten wir im letzten «Club» des Jahres 2012. Visionäre Denkerinnen und Denker blicken vorwärts und sagen, welche dringenden Themen es anzupacken gilt. Ein Plädoyer gegen den Weltuntergang.

Das Jahr 2012 war überschattet von der Europakrise mit stürzenden Börsenkursen, von Steuerkonflikten und drohenden AHV-Löchern, von Rohstoffkonzernen, die grosses Geld machen und letztlich vom dumpfen Gefühl, dass bei vielen Geschäften ein paar wenige verdienen und die grosse Mehrheit – vornehmlich der Mittelstand – verliert.

Der «Club» fragt: Haben wir tatsächlich allen Grund, pessimistisch zu sein? Ist es nicht so, dass es jedem einzelnen von uns noch nie so gut gegangen ist? Oder in welchem Jahrhundert wären Sie lieber zum Zahnarzt gegangen als jetzt? Von der Nachhaltigkeit in Unternehmen, über Risiken, die wir falsch einschätzen und Möglichkeiten von Technologien, bis hin zu neuen Generationenverträgen: Im letzten «Club» des Jahres 2012 bringt jeder der fünf Club-Gäste sein eigenes Thema mit und schaut mit den Gesprächspartnern vorwärts.

Gesprächsgäste

  • Georges T. Roos, Zukunftsforscher
  • Mirjam Staub-Bisang, Unternehmerin, Buchautorin
  • Bruno Stanek, Raumfahrtexperte
  • Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaftslehre HSG
  • Elmar Ledergerber, Präsident Helvetas, Präsident Zürich Tourismus, Alt-Stadtpräsident Zürich

Ausstrahlungsdaten

Dienstag, 11. Dezember 2012, 22.20 Uhr, SF 1
Mittwoch, 12. Dezember 2012, 01.35 Uhr, SF 1
Mittwoch, 12. Dezember 2012, 11.00 Uhr, SF info
Donnerstag, 13. Dezember 2012, 04.00 Uhr, SF 1
Donnerstag, 13. Dezember 2012, 12.40 Uhr, SF info
Samstag, 15. Dezember 2012, 14.10 Uhr, SF 1

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei

  • Elmar Ledergerber, Präsident Helvetas

    Elmar Ledergerber, Präsident Helvetas

    «Wir haben alle technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, die grossen Probleme wie Co2, Welthunger, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten etc. zu bewältigen. Es braucht dazu den politischen Willen und die Stärkung der Zivilgesellschaft, die den ganzen überbordenden Entwicklungen Grenzen setzen kann.»

  • Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaftslehre HSG

    Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaftslehre HSG

    «Man sieht in vielen Ländern, dass ältere Menschen je länger je aktiver werden und sich auch über das Pensionsalter hinaus für die Gesellschaft einsetzen. Es ist wichtig, dass solche Prozesse von der Politik unterstützt werden. Es braucht flexible Modelle und Anreize, damit Menschen länger im Arbeitszyklus bleiben.»

  • Mirjam Staub-Bisang, Unternehmerin

    Mirjam Staub-Bisang, Unternehmerin

    «Wenn die grössten Firmen dieser Welt ihren Zulieferern Nachhaltigkeitsvorschriften aufdrücken, wird bald der Wendepunkt für eine nachhaltigere Wirtschaft erreicht sein – dies zum Nutzen von Unternehmen und der Gesellschaft.»

    Mehr zum Thema

  • Bruno Stanek, Raumfahrtexperte

    Bruno Stanek, Raumfahrtexperte

    «Es warten noch so viele positive Technologien auf uns, dass der Pessimist langfristig ins Unrecht versetzt wird. Früher nannte ich den Zugersee „lago al sugo“, weil er so schmutzig war. Heute hat er Trinkwasserqualität und niemand hätte gedacht, dass sich dies so schnell zum Guten wenden könnte.»

  • Georges T. Roos, Zukunftsforscher

    Georges T. Roos, Zukunftsforscher

    «Das grösste Zukunftsrisiko ist die Zukunftsangst. Wir fürchten uns vor dem Falschen und wir neigen dazu, von absoluten idealen Zuständen zu träumen. Aber gemessen am Paradies ist jede Realität und jede Zukunft schlecht.»