Greenpeace – gefährliche Mission

  • Dienstag, 8. Oktober 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 8. Oktober 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 9. Oktober 2013, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 10. Oktober 2013, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 10. Oktober 2013, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 12. Oktober 2013, 14:10 Uhr, SRF 1

Greenpeace-Aktivisten wurden bei einer waghalsigen Aktion in der Arktis von russischen Sicherheitskräften festgenommen - unter ihnen auch der Schweizer Marco Weber. Ihnen drohen lange Gefängnisstrafen wegen Piraterie. Der Konflikt zwischen couragierten Idealisten und Strafjustiz spitzt sich zu.

Greenpeace ist bekannt für spektakuläre Aktionen im Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt. Jüngst haben sich Aktivisten im Basler St. Jakob-Park während eines internationalen Spiels vom Tribünendach abgeseilt und eine gigantische Protestfahne gegen den russischen Ölkonzern Gazprom entfaltet. In der Arktis haben sie das Risiko gesteigert, weil sie wussten, sich mit der für ihre Willkür bekannten russischen Justiz anzulegen. Prompt hat diese die friedfertige Protestaktion als Piraterie bezeichnet, die mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet werden kann.

Mit ihrem harten Vorgehen gegen die Aktivisten beugt die russische Justiz nicht zum ersten Mal das Recht. Vergangenes Jahr wurden junge Frauen der Punkband «Pussy Riot» zu mehrjährigen Haftstrafen «wegen Rowdytums aus religiösem Hass» verurteilt, nachdem sie in der wichtigsten Moskauer Kathedrale gegen den Regierungschef Wladimir Putin protestiert hatten.

Die Willkür der russischen Justiz ruft regelmässig internationale Proteste hervor. Aber auch die waghalsigen Aktionen der Umweltschützer ernten nebst Anerkennung oft auch Kritik. Kommen die Arktis-Aktivisten frei oder kann Russland tun und lassen, was es will?

Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren:

Eduard Weber, Vater von Marco
Doris Fiala, Aussenpolitikerin und Mitglied Europarat, NR FDP/ZH
Christian Engeli, Kampagnenleiter Greenpeace
Peter Gysling, Korrespondent SRF in Moskau
Andreas Freimüller, ehemaliger Greenpeace-Aktivist
Stefan Trechsel, emer. Prof. für Strafrecht Universität Zürich, ehem. Präs. Europäische Menschenrechtskommission

Beiträge

  • Karin Frei

    Die Konfrontation von Greenpeace mit der russischen Justiz diskutiert Karin Frei mit folgenden Gästen:

  • Filmbericht aus 10vor10 vom 25.9.2013

    So stoppten die russischen Sicherheitskräfte den Versuch der Greenpeace-Aktivisten, ein Protestplakat an der Ölplattform des Gazprom-Konzerns anzubringen:

  • Christian Engeli

    Philosophie und Ethik der Greenpeace-Aktivisten: Wie weit gehen sie im Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt?

  • Doris Fiala

    Heiligt der Zweck die Mittel? Ob die spektakulären Aktionen der Aktivisten den edlen Zielen dienen wird dezidiert bestritten:

  • Andreas Freimüller

    Die gefährliche Aktion von 1992 gegen den Atommüll in der Arktis zeigt, dass es sich lohnen kann, für grosse Ziele Kopf und Kragen zu riskieren:

  • Peter Gysling

    Die Furcht Russlands vor Organisationen wie Greenpeace und die Unterdrückung jeder Form von Opposition:

  • Eduard Weber

    Sind die Aktivisten leichtsinnige Abenteurer oder mutige Kämpfer im Dienst grosser Ideale? - der Vater über die Motive seines Sohnes:

  • Peter Trechsel

    Was können Diplomatie oder Druck der Staatengemeinschaft gegen ein unverhältnismässiges Strafurteil ausrichten?

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