Liebesbeziehung - Hilfe Sexflaute!

  • Dienstag, 14. Februar 2017, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 14. Februar 2017, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 15. Februar 2017, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 15. Februar 2017, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 15. Februar 2017, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 16. Februar 2017, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 17. Februar 2017, 10:05 Uhr, SRF info
    • Samstag, 18. Februar 2017, 14:05 Uhr, SRF info

Fast jedes langjährige Paar kennt das Dilemma: man versteht sich blind, geht gemeinsam durch dick und dünn, baut Häuser und gründet Familien - kurzum man führt eine spannende, facettenreiche Beziehung. Nur die Erotik ist auf der Strecke geblieben. Wie kommt das Sexleben wieder in Schwung?

Die Beziehung scheint stabil und erfüllend, aber Knistern und Begehren sind längst verflogen. Fragt man betroffene Paare, so scheinen manche unglücklich ja gar verzweifelt ob dem sexuellen Vakuum. Andere wiederum haben sich damit abgefunden und nicht selten gewinnen sie dieser platonischen Beziehungsform viel Positives ab.

Warum schläft die Leidenschaft in langjährigen Beziehungen ein? Wird zu viel emotionale Nähe und Vertrautheit zum Lust-Killer? Was macht Paare sexuell wieder erfolgreich? Helfen Sexspielzeuge oder Orgasmus-Seminare wieder in den Erotik-Himmel oder darf man das sexuelle Glück im Seitensprung suchen, wenn daheim die Libido schläft? Oder lebt es sich in Partnerschaften ohne Sex am Ende freier und glücklicher?

Sechs Expertinnen und Experten mit den ultimativen Tipps zum Valentinstag für ein reges Leben unter der Bettdecke unter der Leitung von Karin Frei im «Club».

Gäste:
Maggie Tapert, Sex-Expertin, Autorin
Dania Schiftan, Sexual- und Psychotherapeutin, Leiterin Orgasmus-Seminare für Frauen
Birgitt Hölzel, Journalistin, Paartherapeutin, Buchautorin «Höchste Paarungszeit – Erotisches für Eltern im Alltagschaos»
Klaus Heer, Paartherapeut, Autor
Alexander Haener, Resilienz-Trainer
Wilf Gasser, Arzt, Präsident Schweizerische Evangelische Allianz, Paarberater und Organisator «Sexperiment»

Positionen:

Maggie Tapert: «In einer Liebesbeziehung ohne Sex zu leben ist wie auf ein Bein oder einen Arm zu verzichten. Es ist nicht das Ende der Welt, aber warum sollte jemand freiwillig einen solchen Verlust akzeptieren?»

Dania Schiftan: «Es heisst immer, die Männer machen es falsch. Aber: Die Frauen wissen oft nicht, was sie überhaupt brauchen. Sie kennen ihren Körper zu wenig und entsprechend haben sie nicht den Genuss, den sie für lustvollen Sex bräuchten.»

Birgitt Hölzel: «Eine gute Paarsexualität kann man miteinander aushandeln. Nur leider fehlt uns dazu oft die Sprache.»

Klaus Heer: «Wenn die Sexualität am Schwinden und Verblühen ist, wachsen im gleichen Masse die Schwierigkeiten, den erotischen Zerfall aufzuhalten. Das Reden über das Thema macht zunehmend Mühe und Angst. In dieser Situation über sexuelle Bedürfnisse und Fantasien reden zu sollen, macht die Blockade im Bett erst recht vollständig. Die Suche muss viel niederschwelliger beginnen, nämlich dort wo der körperliche Kontakt noch unversehrt ist – wenn auch unscheinbar und beinahe harmlos.»

Alexander Haener: «Sex und Liebe sind zwei unterschiedliche Dinge. Folglich hat man in einer Beziehung kein sexuelles Exklusivrecht.»

Wilf Gasser: «Wir sind nicht nur auf der Suche nach Orgasmen, sondern vielmehr nach der Nähe eines anderen liebevollen Menschen. Wenn Sexualität mehr sein soll als nur persönliche Lustbefriedigung, dann ist Kompensation ausserhalb der Beziehung keine Lösung.»

Beiträge

  • Karin Frei stellt die Gästerunde vor.

    Sechs Experten und Sexflaute-Betroffene geben Ratschläge für eine neu erweckte Lust.

  • «Man kann auch ohne Worte Sexwünsche äussern!»

    Maggie Tapert, Sex-Expertin und Autorin, plädiert für einen Lover, wenn das Sexleben mit dem Partner uninteressant wird. Wichtig sei es für ein Paar, die expliziten Wünsche äussern zu lernen.

  • «Sein Instrument beherrschen, bevor man im Orchester spielt.»

    Dania Schiftan, Sexual- und Psychotherapeutin und Leiterin von Orgasmus-Seminaren für Frauen, stellt immer wieder fest, dass v.a. Frauen ihren Körper viel zu wenig kennen, um mit einem Mann dann eine erfüllte und lang anhaltende Sexualität zu haben.

  • «Eine offene Beziehung hat auch ihre Fallstricke.»

    Birgitt Hölzel, Journalistin, Paartherapeutin, Buchautorin «Höchste Paarungszeit – Erotisches für Eltern im Alltagschaos», hat die Sexflauten in der Beziehung hinter sich. Geholfen haben u.a. Tantra-Abende, wo man sich wieder näher gekommen sei. Eine offene Beziehung ist für sie ein Risiko.

  • «Ehefrauen sind keine Pornodarstellerinnen.»

    Klaus Heer, Paartherapeut und Autor, plädiert für mehr Mut in der Beziehung. Viele Männer, die Porno konsumieren, würden aber ihre Frauen mit den Pornodarstellerinnen verwechseln. Meist fatal für die Beziehung.

  • «Ich stehe nicht auf High Heels!»

    Alexander Haener, Resilienz-Trainer, schildert die Schwierigkeiten, einer Frau gegenüber die sexuellen Wünsche zu äussern. Je nach Wunsch mache man sich dann sehr verletzlich.

  • «Zu einer Ehe gehört auch Verzicht!»

    Wilf Gasser, Arzt, Präsident Schweizerische Evangelische Allianz, Paarberater und Organisator von «Sexperiment», sagt, dass in einer Beziehung nicht grenzenlos alle Wünsche erfüllt werden müssen. Verzichten, statt Kompensation in einer Parallelbeziehung.

  • Umfrage: Was tun gegen die Sexflaute in einer Beziehung?

    Paartherapie, mehr miteinander reden oder doch eine Trennung?

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