Mama hört Stimmen, Papa trinkt!

Kinder psychisch kranker Eltern sind oft auch vom Leid betroffen - als vergessene Opfer. Während die Eltern ärztliche Obhut erhalten, kümmert sich kaum jemand um die Kinder. Ist das überhaupt notwendig? Und - wer sollte sie durch die Krise begleiten, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind?

Ihre Eltern sind depressiv, schizophren oder drogenabhängig, ihr Alltag ist chaotisch und oft sind sie überfordert. Kinder, bei denen ein Elternteil psychisch krank ist, fallen häufig zwischen alle Stühle. Während Mutter oder Vater Beratung und Hilfsangebote zur Verfügung stehen, kümmert sich um die Kinder der Patienten meist kaum jemand. Dies kann fatale Folgen haben; wer in einer belasteten Familie aufwächst hat ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, selbst eine psychische Krankheit zu entwickeln. Wie kann diesen «vergessenen» Opfern geholfen werden? Wie können sich Kinder psychisch kranker Eltern entwickeln?

Gesprächsgäste

  • Kurt Albermann, Kinderarzt und Kinderpsychiater, Chefarzt Sozialpädiatrisches Zentrum Kantonsspital Winterthur
  • Dominik Bernet, Autor «Der grosse Durst», wuchs mit alkoholkrankem Vater auf
  • Constantine Bobst, Beratungsstelle für Angehörige psychisch Kranker, VASK 
  • Verena Dyczmons, Treffpunkt erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern, Mutter litt unter Depression und Wahnvorstellungen
  • Ralf Eschweiler, Familienvater, Ehefrau hat Wahnvorstellungen
  • Christine Gäumann, Leiterin Adoleszentenpsychiatrie iPW

Links zum Thema

Pro Juventute

Beratungsstelle/ Begleitung für Kinder und Jugendliche/ Treffpunkte

Winterthurer Präventions- und Versorgungsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern

Dominik Bernet: «Der grosse Durst», Cosmos Verlag