Massengrab Mittelmeer – das Ende der Menschlichkeit?

  • Dienstag, 24. Juli 2018, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 24. Juli 2018, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 25. Juli 2018, 2:30 Uhr, SRF 1
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    • Samstag, 28. Juli 2018, 9:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 29. Juli 2018, 6:10 Uhr, SRF info

Private Hilfsorganisationen werden beschuldigt, auf dem Mittelmeer die Handlanger der Schlepper zu sein. Italien lässt ihre Schiffe deshalb nicht mehr in seine Häfen einlaufen. Sind die Aktionen von Privaten wirklich problematisch? Oder müssen Private einspringen, wenn Regierungen versagen?

Die Flüchtlingskrise spitzt sich erneut zu. Schauplatz dieses Mal: das Mittelmeer. Seit Wochen sind Rettungsboote und Flugzeuge von privaten Hilfsorganisationen konfisziert. Auch Schweizer Flüchtlingshelfer sind davon betroffen.

Die Vorwürfe: Die privaten Retter würden sich nicht an die Regeln halten, zu nahe an die libysche Küste fahren und so den Schleppern in die Hände spielen. Weil diese wüssten, dass die Helfer bereitstünden, könnten sie schlechte Boote einsetzen und diese mit wenig Benzin losschicken. Die Retter kontern: Menschenleben retten sei Pflicht.

Dürfen Private einspringen, wenn die Regierungen versagen? Wie organisieren sich die Schlepper? Was leisten Private? Und was müsste sich grundsätzlich ändern an der europäischen Flüchtlingspolitik?

Barbara Lüthi diskutiert im Club mit:

Fabio Zgraggen, Pilot bei der Humanitären Piloteninitiative
Nina Gassmann, freiwillige Helferin auf dem Mittelmeer
Philipp Müller, Ständerat FDP/AG
Yemane Yohannes, Mittelmeerflüchtling
Beat Stauffer, Maghreb-Experte
Jürg Martin Gabriel, emeritierter Professor für internationale Politik, Betreiber Webseite «Blue Borders»