Meine Schweiz nach den Wahlen

  • Dienstag, 20. Oktober 2015, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 20. Oktober 2015, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 21. Oktober 2015, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 21. Oktober 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 22. Oktober 2015, 4:15 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 22. Oktober 2015, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 24. Oktober 2015, 14:05 Uhr, SRF info

Die Bürgerlichen gehören zu den Siegern der Wahlen, am meisten zugelegt hat die SVP. Wie beeinflusst der Rechtsrutsch das Lebensgefühl der Menschen, besonders der Jungen, in der Schweiz?

Die Wahlen spiegeln die Stimmung im Land und weisen in die Richtung, wohin es sich entwickeln soll. Auf jeden Fall kommt es zu einer Polarisierung. Die Rede ist von einem «gespaltenen Land», an der SVP führe kein Weg vorbei. Welche Visionen und Wünsche haben junge Menschen in Bezug auf ihre Heimat? Wie sehr setzen sie sich für diese Schweiz ein?

Im «Club» mit Thomy Scherrer diskutieren Gäste aus allen Generationen mit unterschiedlicher Herkunft und Einstellung über ihr Schweizbild zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Eingeladen sind:

Gülsha Adilji, Moderatorin TV-Sender Joiz
Donat Kaufmann, Student, Initiant «Mir langets!»
Nina Haas, Präsidentin Junge BDP/AG
Jonas Fricker, Nationalrat Grüne/AG, neu
Lukas Reimann, Nationalrat SVP/SG

Positionen

Gülsha Adilji:«Es gibt weder Ausländer noch Inländer, nur Menschen die zufällig hier oder zufällig dort geboren wurden. Parteien, die genau auf dieser Grundlage Politik betreiben, sind realitätsfremd.»

Donat Kaufmann: «Es ist viel einfacher, die Angst vor dem Fremden mit diffusen Forderungen wie «Frei bleiben!» zu kultivieren, als sie mit Argumenten aus der Welt zu schaffen.»

Nina Haas: «Der einfachste Weg ist nicht immer der Beste; es ist eine Frage der daraus resultierenden Konsequenzen.»

Jonas Fricker: «Ich glaube, dass die Schweiz auch mit diesem Rechtsrutsch die Energiewende als Innovationsprojekt für die Schweizer KMU realisieren kann.»

Lukas Reimann: «Das Wahlergebnis verstehe ich als Auftrag an die bürgerlichen Politiker, sich jetzt für einen Richtungswechsel einzusetzen.»

Beiträge

  • Thomy Scherrer präsentiert Themen und Gäste

    Thomy Scherrer mit jungen Gästen über ihr Schweizbild nach den Wahlen, über ihre Visionen und Wünschen und warum und wie sie sich politisch engagieren.

  • Gülsha Adilji, Moderatorin TV-Sender Joiz

    Gülsha Adilji glaubt nicht, dass der Ausgang der Wahlen die Meinung aller Bürgerinnen und Bürger wiederspiegelt. Selber geht sie wählen; in eine Partei einzutreten, kann sie sich aber nicht vorstellen.

  • Donat Kaufmann, Student, Initiant «Mir langets!»

    Donat Kaufmann startete eine Crowdfunding-Kampagne, um auf der Titelseite von «20 Minuten» zu inserieren. Die Idee: Er wollte genug Leute finden, die bis zum 14. Oktober fünf Franken spendeten, sodass 138'000 Franken zusammenkommen, mit denen die 20-Minuten-Titelseite belegt werden konnte. «Aufmerksamkeit kann man kaufen – unsere Stimmen nicht», sollte es darauf heissen – und die Namen aller Unterstützer sollten gedruckt werden. Die Aktion gelang. Ernüchterung nach den Wahlen ist trotzdem da.

  • Nina Haas, Präsidentin Junge BDP/AG

    Nina Haas wurde früh politisiert: schon in der Kantonsschule merkte sie, dass sie die politische Meinung der wenigsten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler teilte. Als Gegenreaktion suchte sie ihren eigenen politischen Weg.

  • Jonas Fricker, Nationalrat Grüne/AG, neu

    Um die Berufskarriere seiner Frau zu unterstützen, zog Jonas Fricker mit Frau und Tochter vor über drei Jahren nach Amsterdam. Dabei tauschte er sein engagiertes Politik- und Berufsleben auf einen Schlag gegen das Hausmannsleben ein. Gleichberechtigung ist ihm bis heute ein besonders wichtiges Anliegen. Und er möchte sich ganz besonders für die zukünftigen Generationen einsetzen, für Nachhaltigkeit.

  • Lukas Reimann, Nationalrat SVP/SG

    Schon in jungen Jahren war Lukas Reimann nicht einverstanden, was in Bundesbern passiert. Er nervte sich und hatte das Gefühl, dass viele Politikerinnen und Politiker sich zu wenig für die Schweiz einsetzen. Deshalb wollte er selber politisch aktiv werden.

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