Nepal helfen, aber wie?

  • Dienstag, 5. Mai 2015, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 5. Mai 2015, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 6. Mai 2015, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 6. Mai 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 7. Mai 2015, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 7. Mai 2015, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 9. Mai 2015, 14:05 Uhr, SRF info

Die internationale Hilfsmaschinerie läuft in Nepal auf Hochtouren. Auch die Schweiz ist mit Experten und Hilfsgütern zur Stelle. Das schwere Beben hat ein Land mit grosser Armut, einer korrupten Machtelite und einer schwachen Regierung getroffen. Erreicht die Hilfe auch wirklich die Bedürftigen?

Viele wollen helfen, vielleicht zu viele. Die Not in einem der ärmsten Länder der Welt hat einen wahren Ansturm an internationaler Hilfe ausgelöst. Die leidgeprüften Menschen brauchen diese dringend. Sie fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen und bezichtigen sie, die Hilfsgüter vorwiegend an Verwandte der Beamten zu verschenken. Korruption, Kastenwesen und Ungleichheit, aber auch eine ineffiziente Regierung prägen das Leben in der noch jungen Demokratie. Die Hilfe vor Ort stösst deshalb nebst logistischen Hindernissen immer auch auf soziale und politische Unwegsamkeiten. Wie also Gutes tun, ohne die Ungerechtigkeit zu verfestigen?

Die Suche nach Verschütteten wurde inzwischen eingestellt. Viele Verwundete und tausende von Obdachlosen benötigen dringend Hilfe. Täler mit grossen Zerstörungen sind nach wie vor von der Aussenwelt abgeschlossen. Hunderte von Touristen werden noch immer vermisst. Zur Bewältigung dieser akuten Notlage hat die Schweiz 40 Tonnen Hilfsgüter geliefert und 30 Experten entsandt. Sie sollen dazu beitragen, Infrastrukturen aufzubauen, Organisations- und Verteilprobleme zu lösen. Darunter auch Bauingenieure und Ärzte zur medizinischen Versorgung von Frauen und Kindern. Derweil sammelt die Glückskette hierzulande Geld und zählt auf die Grosszügigkeit der Spender. Sie hat den 5. Mai zum nationalen Solidaritätstag für Nepal erklärt.

Im «Club» erzählen Rückkehrer, wie sie das Erdbeben und die Soforthilfe erlebt haben und analysieren zusammen mit Entwicklungsexperten den Nutzen und die Stolpersteine der internationalen Hilfe.

Unter der Leitung von Thomy Scherrer diskutieren:

Derek Müller, Chef Abteilung Südasien DEZA
Monika Brodmann Mäder, Notärztin Inselspital Bern, zurück aus Nepal
André Lüthi, CEO Globetrotter Group, Zentralvorstand Helvetas
Frank Senn, Redaktionsleiter DOK-Serien SRF, zurück aus Nepal
Nita Büchli, in Nepal aufgewachsen

Beiträge

  • Thomy Scherrer

    Begrüssung, Thema, Gäste:

  • Derek Müller

    So stellen wir sicher, dass die Gelder am richtigen Ort ankommen:

  • Frank Senn

    Ich bin nicht sicher, ob sich die Verhältnisse ausgerechnet in der Notlage grundlegend ändern?

  • Monika Brodmann Mäder

    Das Land entwickelt sich und selbst innerhalb der Regierung gibt es Antikorruptionskräfte:

  • André Lüthi

    Wir unterstützen die überforderte Regierung:

  • Nita Büchli

    Korruption, Kastenwesen und Analphabetismus sind grosse Hürden:

Mehr zum Thema