Patienten wollen mitreden – Ärzte sind gefordert

  • Dienstag, 15. Juli 2014, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 15. Juli 2014, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 16. Juli 2014, 2:30 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 16. Juli 2014, 8:35 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 16. Juli 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 16. Juli 2014, 12:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 17. Juli 2014, 3:50 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 17. Juli 2014, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 19. Juli 2014, 9:05 Uhr, SRF info
    • Samstag, 19. Juli 2014, 10:40 Uhr, SRF info
    • Samstag, 19. Juli 2014, 15:25 Uhr, SRF info

Im Sprechzimmer zieht sich immer nur einer aus – der andere untersucht und befindet. Dieser Schieflage zum Trotz wollen immer mehr Patienten auf Augenhöhe mit dem Arzt reden. Manche führen sich als Besserwisser auf oder erwarten Wunder. Nicht alle Ärzte sind den neuen Ansprüchen gewachsen.

Wir alle waren schon beim Arzt und wissen aus eigener Erfahrung, dass die Rollen klar verteilt sind: eine Seite sucht Hilfe, die andere bietet Abhilfe. Dennoch herrscht Verwirrung. Die Angst vor einer schlimmen Diagnose kann die Wahrnehmung verschleiern, das Medizinchinesisch Missverständnisse fördern. In die emotional eh schon aufgeladene Stimmung im Sprechzimmer mischen sich seit geraumer Zeit zusätzliche Probleme. Moderne Patienten sind selbstbewusster und fordernder. Selbst wenn ihnen die Fachkompetenz fehlt, wollen sie mitreden, wenn es um ihre Gesundheit geht. Manche von ihnen kommen auch mit unerfüllbaren Erwartungen.

Die Ärzte sind gefordert, viele von ihnen gar überfordert. Das liegt zum einen an den mangelnden Sozialkompetenzen und einer Selektion, die einseitig auf logisch-mathematische Denkfähigkeit setzt, bei der das Menschliche zu kurz kommt. Andererseits arbeiten Ärzte unter Bedingungen, die sich massiv auf ihre Tätigkeit auswirken: Zeitdruck, Überbelastung, Administration. Allen ist dabei bewusst, dass zufriedene Patienten schneller genesen und zufriedene Ärzte bessere Arbeit leisten.

Im «Club» unter der Leitung von Mona Vetsch diskutieren Patienten und Ärzte über das angeschlagene Verhältnis anhand von persönlichen Erfahrungen:

Brida von Castelberg, ehem. Chefärztin Frauenklinik Stadtspital Triemli, Buchautorin
Thomas Kissling, Hausarzt, Experte «Puls»
Cristina Galfetti, seit 4. Lebensjahr chronisch krank, Patienten-Coach
Gerd Nagel, em. Krebsmediziner, ehem. Krebspatient
Erika Ziltener, Präsidentin Schweizerische Patientenstelle

Beiträge

  • Mona Vetsch und ihre Gäste

    Mona Vetsch stellt die Gäste vor, mit denen sie den "Beziehungskonflikt" zwischen Arzt und Patient unter die Lupe nimmt:

  • Gerd Nagel

    Der Patient kann entscheidend zur Heilung beitragen, nicht alle Ärzte wollen diese Partizipation zulassen:

  • Brida von Castelberg

    Das Sprechzimmer ist ein Ort von Angst und Missverständnissen:

  • Erika Ziltener

    Wir von der Patientenstelle helfen den Patienten, mündig zu werden:

  • Thomas Kissling

    Was genau ist ein kompetenter Patient?

  • Cristina Galfetti

    Halbseitig gelähmt und sprachlos haben die Ärzte über mich bestimmt:

Mehr zum Thema