Psychoterror im Internet

Im Schutz der Anonymität werden Menschen im Internet bloss gestellt, fertig gemacht und entwürdigt. Macht das Internet böse? Wie kann man sich gegen den Terror im Netz schützen? Ein «Club» mit Karin Frei.

Im Schutz der Anonymität werden Menschen im Internet bloss gestellt, fertig gemacht und entwürdigt. Es sind Entgleisungen aus einer virtuellen Welt mit bitteren Folgen auf das reale Leben, bis hin zum Suizid.

Karin Frei diskutiert mit ihren Gästen u.a. die Fragen: Macht das Internet böse und wie können sich die Betroffenen gegen Attacken und Intrigen wehren?

Gesprächsgäste

  • Yvonne Schärli, Justiz- und Sicherheitsdirektorin Kanton Luzern
  • Daniela Mitidieri, Cyber-Stalking-Betroffene
  • Matthias Zehnder, Chefredaktor «BZ Basel», Technologiepublizist, Medienphilosoph
  • Guido Rudolphi, Detektiv für Internetkriminalität
  • Roland Zurkirchen, Leiter Fachstelle für Gewaltprävention Stadt Zürich

Links zur Sendung

147 – Die Notrufnummer von Pro Juventute für Kinder und Jugendliche

fit4chat: Hier können Kinder und Jugendliche die Sicherheit im Internet üben

SKP: Schweizerische Kriminalprävention über Cybermobbing

KOBIK: Koordinationsstelle des Bundes zur Bekämpfung der Internetkriminalität

Beiträge

  • Kujtesa Alija, 14, Schülerin

    Kujtesa Alija, 14, Schülerin

    Statement aus eingespieltem Interview: «Im Facebook fallen die feigen Menschen über andere her. Es sind oft Schwächlinge, die sich im wirklichen Leben nicht durchsetzen können. Im Internet sind sie dann böse, machen andere fertig. Eine meiner Freundinnen wollte sich deswegen schon das Leben nehmen.»

  • Matthias Zehnder, Chefredaktor «BZ Basel», Technologiepublizist

    Matthias Zehnder, Chefredaktor «BZ Basel», Technologiepublizist

    «Die Menschen begegnen sich heute schon fast häufiger elektronisch als real. Das führt dazu, dass sie die Verhaltensweisen aus der virtuellen Welt in die Realität übertragen und auch da direkter und gröber werden.»

  • Daniela Mitidieri, Kulturagentin, Cyber-Stalking-Betroffene

    Daniela Mitidieri, Kulturagentin, Cyber-Stalking-Betroffene

    «Wichtigste Werte wie Anstand und Respekt werden durch die endlosen Möglichkeiten des WorldWideWeb gefährdet. Cyber-Stalking und -Mobbing sind Verbrechen, die sich per Mausklick verbreiten.»

  • Roland Zurkirchen, Fachstelle für Gewaltprävention Stadt Zürich

    Roland Zurkirchen, Fachstelle für Gewaltprävention Stadt Zürich

    «Cyberbullying ist kein Phänomen der Jugend, sondern betrifft auch uns Erwachsene. Wir müssen nicht nur Verantwortung übernehmen, wir müssen auch den Umgang unter uns Erwachsenen hinterfragen.»

  • Guido Rudolphi, Detektiv für Internetkriminalität

    Guido Rudolphi, Detektiv für Internetkriminalität

    «Digital Natives (1990 und später Geborene) bewegen sich in einem Raum ohne Vorbilder - dort herrscht eine Wolfsgesellschaft.»

  • Yvonne Schärli, Justiz- und Sicherheitsdirektorin Kanton Luzern

    Yvonne Schärli, Justiz- und Sicherheitsdirektorin Kanton Luzern

    «Die Stimmung und die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen hat sich, seit ich in den 90er Jahren in die Politik eingestiegen bin, verändert. Man wird offener und direkter angegangen. Der Respekt hat nachgelassen – auch in der realen Welt.»