Team Trump: Was kommt auf uns zu?

Nun ist er im Amt, der neue US-Präsident und noch immer fragt sich die Welt, was das für sie bedeutet. Denn eines ist klar: Trump mangelt es zwar an Besonnenheit, aber ganz bestimmt nicht an Macht.

Während seine Wählerinnen und Wähler, aber auch einige Allianzpartner, grosse Hoffnungen in Donald Trump und sein Team setzen, fürchten sich viele vor den Konsequenzen seines Handelns. Welchen Einfluss wird die künftige amerikanische Aussenpolitik haben, in welche Richtung entwickelt sich das Land und die amerikanische Gesellschaft unter dem neuen Präsidenten?

Für Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung, ist die Wahl Trumps «eine Revolution», nichts werde mehr so bleiben wie es war. Für Manfred Elsig, Professor für Internationale Beziehungen, hat die Wahl Trumps vor allem eines zur Folge: eine grosse Unsicherheit, die vor allem für die Wirtschaft schlecht sei.

Wird Donald Trump und seine Entourage das politische Weltgefüge aus den Angeln heben? Oder wird er zur grossen Chance für ein grosses Land?

Der «Club» unter der Leitung von Karin Frei mit:

Markus Somm, Chefredaktor und Verleger Basler Zeitung
Renée Rousseau, Vorsitzende der «Democrats Abroad» Deutschschweiz, Sängerin
Manfred Elsig, Professor für Internationale Beziehungen Universität Bern
Shawne Fielding, schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin
Roland Popp, Sicherheitsexperte Center for Security Studies ETH Zürich

Positionen:

Markus Somm: «Die Lage ist so verknorzt, es braucht einen Grobian. Sonst kommt es nicht gut für uns und für Amerika auch nicht.»

Renée Rousseau: «Amerika muss seinen Idealen gerecht werden und diese sind genau das Gegenteil von dem, was Trump propagiert.»

Manfred Elsig: «Viele von Donald Trump’s Wahlversprechen sind entweder nicht durchführbar oder werden in der Umsetzung ihr Ziel verfehlen.»

Shawne Fielding: «Zuerst habe ich mich gefreut, dass Donald Trump für die Republikaner kandidiert. Ich habe gehofft, dass er sich für Frauenrechte einsetzt oder die Homo-Ehe unterstützt. Nun bin ich enttäuscht.»

Roland Popp: «Trump erscheint manchen als das Abziehbild des hässlichen Amerikaners in vielerlei Hinsicht. In sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen vertritt er aber durchaus Positionen, die man als links bezeichnen könnte.»

Beiträge

  • Karin Frei stellt die Gäste vor

    Die Runde diskutiert über den provokativen Charakter Trumps, über seine politischen Pläne und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf Europa.

  • «Obama hat die Wahl Trumps ermöglicht.»

    Ein Richtungswechsel für die USA war nötig, ist Chefredaktor Markus Somm überzeugt. Dies ist mit der Wahl Donald Trumps der Fall: Trump hat eine andere Perspektive auf die Welt und auf viele politische Probleme.

  • «Ich akzeptiere Trump nicht als meinen Präsidenten.»

    Für die Demokratin Renée Rousseau muss ein amerikanischer Präsident nicht unbedingt grosse politische Erfahrung haben, aber ein gewisses Niveau. Was sie bei Donald Trump auch vermisst ist die Erfahrung, mit anderen zusammenzuarbeiten und Kompromisse zu finden.

  • «Die TPP-Kündigung ist strategisch falsch.»

    Professor Manfred Elsig macht eine Einschätzung zur Ansage Trumps „America first“ und kritisiert die Aufkündigung des transpazifisches Handelsabkommens.

  • «Als Amerikanerin muss ich Donald Trump akzeptieren.»

    Shawne Fielding, schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin, kennt viele amerikanische Spitzenpolitiker. Donald Trump funktioniert völlig anders als alle anderen zuvor. Auch wenn Fielding nicht Trump gewählt hat, akzeptiert sie ihn als Präsidenten. Dies zeichne die amerikanische Demokratie aus.

  • «Trumps Antrittsrede hat mich überrascht.»

    Der Sichereitsexperte Roland Popp ist gespannt, wie Präsident Trump seine angekündigte populistische Politik mit einem klassischen republikanischen Programm umsetzen kann.

  • «Die Mehrheit der EU-Politiker ist entsetzt.»

    EU-Korrespondent Sebastian Ramspeck live aus Brüssel zu den ersten Reaktionen auf den Amtsantritt Donald Trumps, ob es der amerikanische Präsident schafft, die EU auseinanderfallen zu lassen und die Folgen der Aufkündigung des Handelsabkommens TPP.

  • «Die USA sind schon länger nicht mehr Weltpolizei.»

    Der EU-Korrespondent Sebastian Ramspeck zur Rolle der USA als «Weltpolizist» und was eine Annäherung der USA mit Russland für die Europäische Union bedeuten würde.

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