Trumpisierung der Medien

  • Dienstag, 16. August 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 16. August 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 17. August 2016, 2:30 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 17. August 2016, 8:40 Uhr, SRF info
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    • Donnerstag, 18. August 2016, 4:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 18. August 2016, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 20. August 2016, 9:10 Uhr, SRF info
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    • Samstag, 20. August 2016, 15:25 Uhr, SRF info

Donald Trump. Je lauter und polemisierender er ist, desto mehr beherrscht er die Berichterstattung. Treiber sind auch die sozialen Medien. Sie zwingen die klassischen Medien dazu, aufzuspringen. Wohin führt diese Trumpisierung der Medien? Und gilt diese auch für die Schweiz?

Politik und Medien sind in einem Wechselspiel. Je emotionaler und plakativer politische Inhalte daherkommen, desto einfacher sind sie zu verstehen. Auch Tabubrüche sind spannend, generieren Aufmerksamkeit. Und genau davon, von der Aufmerksamkeit, sind sowohl Medien als auch Politikerinnen und Politiker abhängig. Medien werden konsumiert, Politiker gewählt.

Dazu kommt, dass Journalisten immer mehr unter Druck kommen, über politische Themen zu berichten, welche via Facebook und Twitter angerissen werden.
Im Medienclub diskutiert Franz Fischlin mit seinen Gästen über Grenzen, Mechanismen und Sachzwänge. Darüber, wo die Medien von den Politikern eingespannt werden und zu Transporteuren und Stimmungsmachern werden. Und über die Folgen.

Was bleibt beim Leser und Zuschauer haften? Was bedeutet es für die direkte Demokratie, wenn Medienkonsumenten vorab derartige Inhalte vorgesetzt bekommen und was für die Politiker, wenn Effekthascherei wichtiger scheint als Kompetenz und Fleiss?

Es diskutieren:
Eveline Widmer-Schlumpf, Alt-Bundesrätin
Arthur Rutishauser, Chefredaktor Tages-Anzeiger/Sonntagszeitung
Michael Hermann, Polit-Geograf
Jonas Projer, Redaktionsleiter/Moderator SRF-Arena

Positionen der Gäste:

Eveline Widmer-Schlumpf: «Die politische Schweiz braucht einen kritischen und verantwortungsbewussten Journalismus. Die Jagd nach der Schlagzeile mit Reduktion und Vereinfachung des Inhalts im Namen der Attraktivität steht dazu im Widerspruch.»
Arthur Rutishauser: «Für mich ist die Trumpisierung der Medien der Beweis für eine funktionierende Demokratie. Die klassischen Medien reflektieren die Ideen eines entfesselten Wutbürgers und entzaubern ihn langsam, aber sicher.»
Michael Hermann: «Schweizer Medien haben im Kleinen lange vor Trumps Wahlkampf zu Trumpisierung geneigt.»
Jonas Projer: «Wenn Donald Trump Schweizer wäre, würde die «Arena» ihn einladen. Aber nicht nur ihn - und nicht immer ihn. Weil die «Arena» dank der Gebühren nicht nur auf die Quote schauen muss.»

Beiträge

  • Der schmale Grat zwischen Vereinfachung und Unwahrheit

    Gilt Vereinfachung schon als «Trumpisierung»? Alt-Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf sagt, ohne zu Vereinfachen geht es nicht:

  • Die Schweizer haben die «Trumpisierung» erfunden

    Wer laut ist, findet in den Medien statt. In der Schweiz, sagt Politgeograf Michael Hermann, war dies schon lange vor Trump so. Denn nur wer in einer direkten Demokratie von der breiten Masse gehört wird, wird gewählt:

  • «Wir müssen ehrlich sein»

    Arena-Chef Jonas Projer gibt zu, dass auch die Arena ihre Themen den Wünschen des Publikums anpasst:

  • Die Grenzen des Publizierbaren

    Über Sozial Media Kanäle kann sich jeder, auch Politiker, unwidersprochen äussern. Grund genug, ungehörige Aussagen genauso zu übernehmen? «Nein», sagt der Chefredaktor von Tagesanzeiger und Sonntagszeitung Arthur Rutishauser:

  • Können sich Medien der «Trumpisierung» entziehen?

    Der Professor für Journalismus und Medienmanagement an der Universität in Lugano, Stephan Russ-Mohl mit einem Rezept, wie die Medien dem Druck der «Trumpisierung» widerstehen können:

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