Was gibt uns noch Halt?

  • Dienstag, 4. April 2017, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 4. April 2017, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 5. April 2017, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 5. April 2017, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 5. April 2017, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 6. April 2017, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 6. April 2017, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 7. April 2017, 10:05 Uhr, SRF info
    • Samstag, 8. April 2017, 14:05 Uhr, SRF info

Verrückte Zeiten, verrückte Welt: Zwischen Trump, Terror und Verlustängsten und bei allem, was täglich auf uns niederprasselt, fragt sich manch einer: Was gibt uns eigentlich noch Halt?

Wir haben viel zu verlieren, stecken im Konsumüberfluss, fürchten gleichzeitig Globalisierung und Jobverlust. Angestellte produzieren Burnouts. Kinder kriegen Ritalin. Jeder soll funktionieren, denn die Welt steht offen. Alles ändert, ändert schnell zwischen postfaktischer Beliebigkeit und digitalem Chaos.

Wie kommt man unbeschadet durch diesen turbulenten Alltag? Wie hält eine Gesellschaft gemeinsame Werte aufrecht und wer steht für sie ein? Zumal die Kirche, welche lange unhinterfragt Garant dafür war, christlich abendländische Werte in den Menschen zu verankern, dies oft nicht mehr schafft.

Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren im «Club»:

Anna Gamma, Zen-Meisterin
Marco Kunz, Musiker
Laura Zimmermann, Co-Präsidentin Operation Libero
Markus Langenegger, Entschleuniger und Unternehmer
Evelyne Coën, selbstständige Beraterin

Positionen

Anna Gamma: «Mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen denke ich oft an das tibetische Sprichwort: Ein Baum, der umfällt, macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald, der wächst.»

Marco Kunz: «Mit meiner Musik versuche ich die Menschen auf ihr Glück aufmerksam zu machen. Glück, welches man oftmals nicht mehr wahrnimmt durch die Wirren des Lebens.»

Laura Zimmermann: «Halt bedeutet für mich nicht, an Vergangenem festzuhalten, sondern der Zukunft optimistisch entgegenzutreten, denn ich bin überzeugt: wir haben unsere besten Zeiten noch vor uns.»

Markus Langenegger: «Mich interessiert es, die Brücke zwischen Wirtschaft und Spiritualität zu schlagen. Man hat immer das Gefühl, das schliesse sich gegenseitig aus. Ich bin überzeugt, wir hätten mehr Halt, wenn Spiritualität Platz hätte in unserem Leben.»

Evelyne Coën: «Halt ist da wo du dich frei fühlst. Bestenfalls in dir selbst. Alles was gut tut, dir wohlgesinnte Menschen, Träume, Ziele die beseelen, gedankenbefreite Hingabe, die Natur, die Tiere können Halt in schweren Zeiten schenken.»

Beiträge

  • Karin Frei stellt die Gäste vor

    Die Gesprächsrunde diskutiert, wie wir in turbulenten Zeiten gute Werte behalten können, was uns Halt gibt und hilft, Schwierigkeiten überwinden zu können.

  • «Wir sind in einer besonderen Zeit.»

    Die Psychologin und Zen-Meisterin Anna Gamma begründet, warum wir in einer speziellen Zeit leben und hinterfragt, ob wir uns auch auf der menschlichen Ebene gleich schnell mitentwickelt haben.

  • «Wir sind vernetzt, aber nicht auf der menschlichen Ebene.»

    Der Musiker Marco Kunz beobachtet, dass sich viele aus Gemeinschaften, wie zum Beispiel Vereinen, zurückziehen, weil man auf andere Arten vernetzt miteinander ist.

  • «Werte haben mit einer Haltung zu tun.»

    Die Juristin und Operation Libero Co-Präsidentin betont, dass es darauf ankommt, eine Haltung zu haben. Dies sei momentan sehr angebracht.

  • «Halt gibt es auf drei Ebenen.»

    Der Unternehmer fordert auf, zuerst die Frage nach dem Halt bei sich selber zu suchen. Weiter können Freunde und Familie Halt geben und als drittes Element die Gesellschaft.

  • «Für jeden Menschen ist Spiritualität etwas anderes.»

    Evelyne Coën beobachtet in ihren Beratungen, dass bei vielen Klientinnen und Klienten gegen aussen alles in Ordnung scheint. Trotzdem sind sie auf der Suche nach Spiritualität.

  • Beitrag: «Verrückte Zeiten - wer gibt uns noch Halt?»

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