Wohnen – wer kann das bezahlen?

  • Dienstag, 29. Oktober 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 29. Oktober 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 30. Oktober 2013, 1:40 Uhr, SRF 1
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    • Donnerstag, 31. Oktober 2013, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 31. Oktober 2013, 12:40 Uhr, SRF info
    • Samstag, 2. November 2013, 14:10 Uhr, SRF 1

Ist eine günstige Mietwohnung ausgeschrieben, stehen Interessierte Schlange. Mieten in Ballungsgebieten explodieren - verantwortlich dafür sei die Profitgier der Hausbesitzer aber auch die Zuwanderung. Die Mieterverbände fordern mehr staatliche Lenkung, Investoren bestehen auf ihren Renditen.

Wer in einer Stadt wie Zürich oder Genf eine Wohnung sucht, braucht Geld, Beziehungen und vor allem Nerven aus Draht. Die Nachfrage nach Wohnraum hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wer verzweifelt eine Wohnung sucht, ist auch gewillt, viel zu bezahlen. So funktioniert der Markt. Sofortmassnahmen lehnt der Bundesrat ab. In Genf und Zürich gingen frustrierte Wohnungssuchende und Mietverbände gar für «Recht auf Wohnen für alle» gar auf die Strasse.

Wer oder was ist schuld an den hohen Mietzinsen?

Vor allem die Personenfreizügigkeit mit der EU scheint die Wohnungsnot noch verschärft zu haben. Bei genauerer Betrachtung ist die Zuwanderung aber nur für einen Teil der Wohnraumverknappung verantwortlich. Es sind auch die gestiegenen Ansprüche der Mieter, welche die Kosten in die Höhe treiben. Konkret: Der Wunsch nach mehr Wohnfläche und besseren Ausbaustandards.

Teure Vorliebe fürs urbane Umfeld

Der Trend zu Einpersonenhaushalten sowie die Vorliebe für das Wohnen im urbanen Umfeld heizen die Nachfrage weiter an. Spitzenreiter im Schweizer Mietpreisbarometer ist die Region am Genfersee sowie Zürich, Basel und Zentralschweiz. Mietervertreterinnen wie Anita Thanei fordern deshalb mehr Transparenz: «Es kommt vor, dass Vermieter den Zins von 1500 auf 2200 Franken anheben, ohne einen Strich an der Wohnung zu verändern.» Und das gehe nicht. Man müsse die Vermieter flächendeckend dazu verpflichten, die Vormietzinse offen zu legen. Auf Vermieter-Seite wird der Nutzen einer solchen Regel angezweifelt.

Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren Fachleute über Wohnungsnot, Missbräuche im Mietwesen und Massnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum.

Anita Thanei, Präs. Mieterinnen- und Mieterverband Deutschschweiz
Hans Egloff, Präs. Hauseigentümerverband Schweiz HEV
Balz Halter, Verwaltungsratspräsident Immobilienfirma Halter AG
Bruno Hediger, Präs. Mietgericht Zürich
Andreas Hofer, Architekt
Peter Schmid, Präsident der allgemeinen Baugenossenschaft Zürich ABZ

Beiträge

  • Karin Frei

    Karin Frei belegt die Wohnungsnot mit Bildern und präsentiert die Gesprächsrunde:

  • Filmeinspielung

    Die Verzweiflung der Wohnungssuchenden wächst vor allem in den Ballungszentren:

  • Anita Thanei

    Was treibt die Mietzinsen in die Höhe?

  • Balz Halter

    Nach welchen Wohnbedürfnissen bauen die Immobilienfirmen?

  • Andreas Hofer

    Die Entwicklung der Mietpreise im Verhältnis zum Einkommen und zur Teuerung zeigt, wie angespannt die Lage ist:

  • Bruno Hediger

    Gehören auch die Pensionskassen zu den Preistreibern?

  • Peter Schmid

    Stimmt der Vorwurf an die Hauseigentümer, dass sie ihr grosses Geld bei Mieterwechseln einstreichen?

  • Hans Egloff

    Die Meinungen, was genau zur Verknappung des Wohnungsangebots führt, gehen auseinander. Viele Faktoren bedingen sich dabei gegenseitig:

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