Brig TV

Was geschieht, wenn ein Lokaljournalist aus Brig eine Umfrage in den grössten Schweizer Städten macht? Dies wollte Comedian Fabian Unteregger wissen und hat sich kurzum in «Pirmin Aufdenblatten» verwandelt. Das Ergebnis ist verblüffend.

Fabian Unteregger schaut in die Kamera.

Bildlegende: Fabian Unteregger... ... ohne Verkleidung! Neutral sozusagen. Also so wie man ihm auf der Strasse begegen würde. Webseite von Fabian Unteregger

Fabian Unteregger ist mit Parodien bekannt geworden. Seine Auftritte als Nationalrat Mörgeli, als ex-BR Leuenberger, als Otmar Hitzfeld oder als Roger Köppel sind legendär. Böse Zungen behaupten sogar, dass Unteregger besser sei als das «Original».

Die Figur, die er als rasender Reporter in diesen Videos einnimmt, ist die Parodie eines Lokal-TV-Journalisten. Dieser spürt nicht, ob er jemanden bereits beleidigt oder einfach Statements fischt, die sonst nirgends zu sehen und zu hören sind. Die Unbekümmertheit, mit der er seine Gesprächspartner angeht, grenzt an Unverschämtheit. Seine Anmachen sind es: frech, schnell und zum Schreien komisch.

Fabian Unteregger im Interview

  • Wie ist die Figur Pirmin Aufdenblatten entstanden?

Es war in einer heissen Oberwalliser Sommernacht. Zuverlässlige Quellen behaupten Fendant sei im Spiel gewesen.

  • Woher kannst du eigentlich so gut Walliser-Deutsch?

Da rund achtzig Prozent der Moderatoren im SRF Walliser-Deutsch sprechen, musste ich die neue SRF Amtssprache unbedingt lernen, um als Zürcher nicht entlassen zu werden.

  • Was hat dich bei deinen Umfragen am meisten überrascht?

Dass mich niemand vermöbelt hat.

  • Manchmal musstest du selber Lachen bei deinen Fragen, hat nie jemand etwas davon gemerkt?

Mich hat’s ein paarmal vertätscht. Ich glaube nicht, dass meine InterviewpartnerInnen das gemerkt haben. Das hat mich selbst überrascht. Die Leute waren so im Zeug drin meine Fragen zu beantworten, dass ihnen das gar nicht aufgefallen zu sein schien.

  • Wo setzt du die Grenze von Humor und Blossstellen?

Da höre ich auf ein Gemisch von gesundem Menschenverstand und Vernunft. Wenn ich merke, dass ich beim Gespräch zu Beispiel jemanden erwischt habe, dem es nicht gut zu gehen scheint, kommt das Interview für mich nicht in Frage. Ich frage dabei auch meinen erfahrenen Produzenten und Kameramann Beni Leoni.