Amtsmissbrauch

Ein älterer Herr, Ludwig Stein, wird tot in seinem Haus aufgefunden. Eine Zeugin gibt Unerhörtes zu Protokoll: Sie habe Richter Rennebach ins Haus des Toten gehen sehen. Diesem wirft sie vor, sich am Besitz alter Leute bereichert und einen Zeugen beseitigt zu haben.

Ludwig Stein wird in seinem Haus tot aufgefunden. Es sieht nach einem Mord aus. Die ebenfalls bereits ältere Puppenmacherin Hildegard Scheck bietet sich als Augenzeugin an. Sie hat zur Tatzeit einen Mann das Haus des Opfers betreten und wieder verlassen sehen. Brisant wird es, als sich der besagte Mann als Richter Rennebach herausstellt - und noch brisanter, als Frau Scheck den Vorwurf äussert, dass sich der Richter am Besitz alter Leute bereichert habe. Erst habe er ihre Vormundschaft übernommen und dann ihr Eigentum zu einem Spottpreis an sich selbst verkauft. Und Ludwig Stein, der unter Vormundschaft bei Richter Rennebach stand, sei dessen Machenschaften auf die Spur gekommen und habe deshalb sterben müssen.

Wem soll der Staatsanwalt glauben? Einem gestandenen Richter oder einer skurrilen älteren Dame? Beweise gibt es nämlich keine. Er entscheidet sich für eine Gegenüberstellung in einer Anhörung. Doch Frau Scheck erscheint nicht zum Termin. Die Kommissare Thomas Reuther und Kerstin Klar haben alle Mühe, die offenbar geistig umnachtete Frau mit sanfter Gewalt vom Dach ihrer Wohnung zu holen. Sie ist damit kaum mehr glaubwürdig. Thomas beschreitet zum Schrecken seiner Frau jetzt sehr unkonventionelle Wege, um Rennebach doch noch zu überführen. Aber die Dinge sind nicht ganz so, wie sie scheinen.